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Zahlt es sich aus, die Winterreifen selber zu wechseln?

© IMAGO/Burkhard Schubert
Ab 1. November gilt die situative Winterreifenpflicht

Pro & Contra: Ab dem 1. November gilt wieder die situative Winterreifenpflicht. Statt in die Werkstatt zu gehen, wechseln viele die Reifen selbst. Aber lohnt sich das?

In zwei Wochen ist es wieder so weit, die situative Winterreifenpflicht gilt ab 1. November. Jetzt noch schnell einen Termin zum Reifenwechseln in der Werkstatt des Vertrauens zu bekommen, ist oft aussichtslos. Also greifen viele selber zu Wagenheber und Radkreuz. Aber zahlt es sich wirklich aus, selbst die Winterreifen zu wechseln? Wie sehen Sie das?

Pro: Ja – aber nur, wenn man es kann

Lesen, schreiben, rechnen, Reifen wechseln. Die saisonal passenden Patschen aufs Auto zu schrauben, zählte einst zu den weit verbreiteten Kulturtechniken, die meist unter Männern gewissenhaft von Generation zu Generation tradiert wurden. Wer den fliegenden Wechsel derart intus und das richtige Werkzeug zur Hand hat, spart sich neben der Rechnung auch den Stichtag-Stress in der Werkstatt. Sicherheitshinweis für alle Novizen mit Do-it-yourself-Ambitionen: Reifenwechseln ist keine Materie für ein kurzes Youtube-Tutorial. Schließlich will niemand am Ende ein Rad abhaben.

Karin Riess

Contra: Nein, das zahlt sich nicht aus

Kupplung neu, Benzintank raus - als durchaus engagiertem Hobby-Schrauber schreckt mich beim eigenen Auto fast kein Reparaturauftrag. Die Werkstatt sieht mich daher selten, aber beim Reifenwechseln passe ich. Der Grund dafür ist einfach: Beim Umstecken von Sommer- auf Wintergarnitur und wieder zurück ist der Return of Investment einfach nicht gegeben. Die schmutzigen Reifen müssen aus dem Keller hinaufgeschleppt und dann - in meinem Fall - auf der Straße oder umständlich in einer Mietwerkstatt gewechselt werden. Verglichen damit ist die überschaubare Summe, die man für Reifendepot und Montage zahlt, ein konkurrenzlos günstiges Angebot.

Ronald Schönhuber