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So soll dem Leerstand in Lienz entgegengewirkt werden

Im Rahmen des Projekts „Leerstandsaktivierung Osttirol“ des Regionsmanagements Osttirol (RMO) werden Beratungen für Privatpersonen und Gemeinden angeboten.

Ein großes Haus in einem Hang in der Natur
© Raum|Schmiede Lienz 
Ein einst leerstehendes Gebäude nach der Revitalisierung – ein Beispiel dafür, wie aus Leerstand wieder Wohn- und Lebensraum wird

Leerstand ist auch im Bezirk Lienz ein Thema. Mit dem Projekt „Leerstandsaktivierung Osttirol“ hat das Regionsmanagement Osttirol (RMO) ein Beratungsangebot eingerichtet, das alle 33 Gemeinden des Bezirks und private Eigentümer bei Fragen rund um leerstehende, teilweise leerstehende oder künftig leerstehende Gebäude unterstützt. Fachlich umgesetzt wird die Beratung vom Planungsbüro Raum|Schmiede Lienz.

„Leerstehende Gebäude sind nicht nur eine Herausforderung, sondern können auch eine Chance sein. Oft braucht es den ersten Impuls, um mögliche Nutzungen zu erkennen und konkrete nächste Schritte zu entwickeln“, sagt Eva Mitteregger, Projektleitung bei Raum|Schmiede Lienz. Das Beratungsangebot reicht von einer ersten Einschätzung der Situation bis hin zu konkreten Fragen rund um mögliche Nachnutzungen.

Angebot für Gemeinden und Privatpersonen

Im Rahmen des Projekts „Terrabita“ erweitert das RMO dieses Angebot. Gemeinden können dieses direkt beim RMO zur vertiefenden Entwicklung konkreter Projekte in Anspruch nehmen. Damit können beispielsweise Nutzungskonzepte, Entwürfe oder Kostenschätzungen erarbeitet werden. Das Angebot steht allen Gemeinden im Bezirk Lienz und damit auch allen Bürgern offen. Die Gemeinden setzen die Beratungsschecks für eigene Projekte ein oder geben sie an private Eigentümer weiter.

„Jedes Gebäude, das wieder genutzt wird, stärkt unsere Ortskerne und spart wertvollen Boden“, sagt RMO-Geschäftsführer Philipp Schlemmer. Das Angebot richtet sich ausdrücklich auch an Privatpersonen. Wer eine leerstehende oder teilweise leerstehende Immobilie besitzt oder bereits absehen kann, dass ein Gebäude künftig leer stehen wird, kann sich bei der jeweiligen Standortgemeinde über die bestehenden Beratungsmöglichkeiten informieren. Dabei muss noch kein fertiges Nutzungskonzept vorliegen.

Weiterer Programmpunkt geplant

Ergänzend zur Beratung ist derzeit eine Wanderausstellung in Osttiroler Gemeinden unterwegs. Diese beschäftigt sich unter anderem mit alternativen Wohnkonzepten, der Revitalisierung von Leerständen und unterschiedlichen Möglichkeiten für eine zukünftige Nutzung. Im November ist zudem eine Exkursion geplant, bei der Interessierte gemeinsam mit anderen Teilnehmenden konkrete Beispiele für die erfolgreiche Belebung von Leerständen in der Region kennenlernen können. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.