Webcam filmt seltenes Himmelsspektaktel über Kärnten
Am Wochenende konnte man wieder Polarlichter über Österreich beobachten. Webcam fing diese etwa über einem Gletscher in den Hohen Tauern ein.

Ein überraschendes und seltenes Himmelsschauspiel hat sich am vergangenen Wochenende ereignet: Mehrere langsame Sonnenstürme lösten Polarlichter aus, die teilweise auch von Österreich aus beobachtet werden konnten. So war etwa auf Webcam-Aufnahmen vom Kleinfleißkees ein deutlich erkennbarer rosa Polarlichtschimmer zu sehen. Das Kleinfleißkees ist ein kleiner Gletscher in der Goldberggruppe der Hohen Tauern an der Grenze zwischen Kärnten und Salzburg.
Wie die Geospere Austria am Montag mitteilte, dürften sich mehrere langsame Sonnenstürme gegenseitig verstärkt haben. Dadurch sei es zu einer überraschenden und kurzfristig stärkeren Störung des Erdmagnetfeldes gekommen. Diese Entwicklung habe die Polarlichter ermöglicht, die in Österreich Samstagabend allerdings nur vereinzelt beobachtet werden konnten. Dass nur wenige Sichtungen gemeldet wurden, hat laut Geosphere Austria zwei Gründe: Einerseits nahm die Intensität der Störung rasch wieder ab, andererseits war der Himmel über Österreich größtenteils bewölkt. Umso bemerkenswerter sind die Aufnahmen vom Kleinfleißkees, auf denen der rosa Schimmer in Wolkenlücken deutlich erkennbar ist.
Weitere Sonnenstürme unterwegs
Auch in den kommenden Tagen könnte die geomagnetische Aktivität wieder zunehmen. Nach Angaben von Geosphere Austria sind derzeit weitere, langsamere Sonnenstürme auf dem Weg zur Erde. Die Wahrscheinlichkeit, dass es dadurch erneut zu Polarlichtern über Österreich kommt, schätzen die Experten allerdings als gering ein.
Die wohl spektakulärsten Polarlichter waren im Mai 2024 über Österreich zu sehen. Damals färbte sich auch über Kärnten und Osttirol der Nachhimmel für mehrere Stunden bunt. Eine heftige Sonneneruption hatte dafür gesorgt.
Aufnahmen von den Dolomiten
Die aktuellen Polarlichter waren am Samstag nicht nur von Österreich aus zu sehen. So konnte etwa die Astrofotografin Alessandra Masi dieses Phänomen in der Gegend von Cortina d'Ampezzo, oberhalb des Tofane-Massivs, festhalten.