Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Nächster Schritt auf dem Weg zur WM: „Das muss jede anspornen“

Das Frauen-Nationalteam bestreitet das Play-off-Rückspiel heute gegen den Kosovo (18 Uhr). Verteidigt es das 2:1 aus dem Hinspiel, wartet wohl die Schweiz.

© GEPA pictures/ David Bitzan
Marie-Therese Höbinger: „Es ist nicht mehr so, dass die WM ein Traum ist, sondern eher eine Motivation“

Die Fußball-WM der Frauen ist kein Traum mehr, sie ist eine Motivation. Mit diesen Worten von Marie-Therese Höbinger wird in etwa greifbar, was in den Köpfen der Fußballerinnen des rot-weiß-roten Nationalteams vorgehen muss: Die erstmalige Teilnahme Österreichs an einem solchen Großereignis, das 2027 in Brasilien stattfindet, ist zwar noch weit weg, aber dennoch irgendwie greifbar. „Wir haben einen machbaren Weg vor uns, das muss jede anspornen“, sagt die Teamspielerin vor dem heutigen Rückspiel der ersten WM-Play-off-Runde gegen den Kosovo auf dem Sport-Club-Platz in Wien (18 Uhr, ORF 1 live). Das Hinspiel endete mit einem 2:1-Sieg – wird dieser heute verteidigt, dann geht es in der zweiten und letzten Play-off-Runde wohl gegen die Schweiz (7:3 im Hinspiel gegen Israel) weiter.

Die Euphorie in Österreich rund um die WM der Männer im Sommer mache Lust auf mehr, sagt die Steirerin Sarah Puntigam und meint: „Hin und wieder wird schon über die WM geredet, aber wir haben noch ein paar Hürden vor uns.“ Noch handelt es sich um das sprichwörtliche ungelegte Ei: Denn der Kosovo war im Hinspiel eine harte Nuss, schließlich lief man nach dem frühen Führungstor nach einem Konter durch Ereleta Memeti in der 14. Minute lange einem Rückstand nach. Das Gegenpressing werde für Puntigam heute daher mitentscheidend sein: „Dass wir, sobald wir den Ball verlieren, sofort da sind, ihnen gar nicht die Chance geben, dass sie ihre Topspielerinnen einsetzen können.“ Eine solche ist unbestritten die Grazerin Modesta Uka: Die bei Austria Wien unter Vertrag stehende Offensivkünstlerin hat schon in der Champions League bewiesen, was in ihr steckt.

© APA / Georg Hochmuth
Modesta Uka könnte heute für den Kosovo starten

Teamchef Lars Söndergaard verweist auf eine gute Ausgangslage, aber auch auf den Respekt: „Wir haben erst die erste Hälfte gespielt und haben gesehen, wo die Stärken des Gegners liegen.“ Das tiefe Verteidigen habe für den Kosovo im Hinspiel gut funktioniert, „wir sind aber auch vorbereitet darauf, wenn sie diesmal höher stehen“. Tunlichst vermeiden will man Eins-gegen-Eins-Situationen gegen die kreative Offensivabteilung der Kosovarinnen.

Und das ist ein passendes Stichwort was das eigene Tun betrifft: Da will man im letzten Drittel bessere Lösungen finden als im Hinspiel. Was Söndergaard mit den Worten „noch mehr Druck und noch mehr Power“ forderte, beschrieb Höbinger so: „Wir haben ein paar Sachen adaptiert. Standards sind immer eine Waffe und mehr Flanken in die Box zu spielen, daran haben wir gearbeitet.“