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Im Vergleich zum Vorjahr: Influenza-Fälle in Kärnten fast versechsfacht

Während die Zahl der Krankenstände aufgrund grippaler Infekte in Kärnten im Vergleich zum Vorjahr gesunken ist, zeigt sich bei der Influenza ein deutlicher Anstieg. Die ÖGK rät zu verstärkten Hygienemaßnahmen.

© Imago | Zoonar
40 Kärntnerinnen und Kärntner waren in der Kalenderwoche 41 aufgrund von Influenza krankgeschrieben (Symbolfoto)

Hatschi! Die Grippesaison nimmt in Kärnten Fahrt auf. Wie aus den aktuellen Zahlen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) hervorgeht, wurden in Kalenderwoche 41 insgesamt 40 Krankenstände aufgrund einer Influenza-Erkrankung registriert. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es lediglich sieben. Damit hat sich die Zahl der Influenza-Fälle beinahe versechsfacht. Auch gegenüber der Vorwoche ist ein deutlicher Anstieg zu erkennen. In der Kalenderwoche 40 waren es noch 16 Fälle.

Bei den grippalen Infekten sieht die Entwicklung anders aus. In Kärnten wurden in der vergangenen Woche 3601 Krankenstände verzeichnet. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit noch 4611, was einem Rückgang von 1010 Fällen entspricht. Im Vergleich zur Vorwoche mit 3021 Fällen ist allerdings auch hier ein Anstieg zu beobachten.

Auch österreichweit ist ein Anstieg der Influenza-Erkrankungen zu verzeichnen. In Kalenderwoche 41 wurden 806 entsprechende Krankschreibungen registriert, im Vorjahr waren es 579. Die Zahl der grippalen Infekte ging hingegen von 88.912 auf 65.741 zurück.

Deutlich weniger gemeldete Covid-Fälle

In Kärnten wurden in der Kalenderwoche 41 lediglich sechs Krankenstände aufgrund von Covid-19 registriert. Im Vorjahr waren es zur selben Zeit noch 163. Auch gegenüber der Vorwoche mit 14 Fällen ist die Zahl gesunken. Die ÖGK weist allerdings darauf hin, dass eine Corona-Infektion seit dem 1. Juli 2023 nicht mehr meldepflichtig ist und entsprechend weniger Tests durchgeführt werden. Die gemeldeten Zahlen spiegeln das tatsächliche Infektionsgeschehen daher nicht vollständig wider.

Insgesamt waren in Kärnten in der Kalenderwoche 41 genau 13.387 ÖGK-Versicherte krankgemeldet. Im Vorjahr waren es 14.772.

ÖGK-Chefarzt empfiehlt Hygienemaßnahmen

„Mit Beginn der Herbst- und Wintersaison haben wir sowohl bei Influenza als auch Covid mit relativ vielen Fällen gestartet“, erklärt ÖGK-Chefarzt Andreas Krauter. Er empfiehlt daher, alle Möglichkeiten zu nutzen, um Infektionsketten zu unterbrechen. Dazu zählen regelmäßiges Händewaschen und Desinfizieren, das Lüften geschlossener Räume sowie Aufenthalte an der frischen Luft. Wo viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen, könne auch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes eine wirksame Möglichkeit sein, Infektionen zu vermeiden, rät Krauter.

© ÖGK / Georg Wilke
Andreas Krauter, Chefarzt der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK)

Die ÖGK weist darauf hin, dass die Zahlen ausschließlich Arbeitsunfähigkeitsmeldungen von bei der ÖGK versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sowie von Bezieherinnen und Beziehern von Arbeitslosengeld umfassen.