Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Advent in Kroatien: Weihnachtszeit zwischen Adria und Altstadt

Kroatiens Advent zeigt sich vielseitig: vom über die Innenstadt verteilten Zagreber Advent über die Eisbahn mit Meerblick in Opatija.

© Kroatische Zentrale Für Tourismus (cntb)
Advent in Zagreb

Während in Österreich der Advent traditionell mit Christkindlmärkten, Punsch, Glühwein und winterlicher Stimmung verbunden ist, zeigt sich die Vorweihnachtszeit in Kroatien von einer etwas anderen Seite: mit Eislaufen direkt an der Adria, Weihnachtsveranstaltungen vor römischer Kulisse und mediterranen Spezialitäten.

Von Zagreb bis an die dalmatinische Küste verbinden die Adventprogramme vertraute Weihnachtstraditionen mit ungewöhnlichen Schauplätzen. Die ersten Veranstaltungen starten im November und laufen bis Anfang Jänner 2027.

Beliebt bei Österreichern

„Kroatiens Advent verbindet Weihnachtsstimmung mit dem, was das Land auch im Winter besonders macht: Meer, historische Kulissen und regionale Küche. Im Advent 2025 verzeichneten wir 91.905 Nächtigungen österreichischer Gäste und damit ein Plus von über 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei bilden österreichische Gäste den zweitstärksten ausländischen Herkunftsmarkt. Die positive Entwicklung zeigt, wie beliebt Kroatien auch abseits der klassischen Sommersaison bei österreichischen Gästen ist. Wer also Lust auf eine andere Weihnachtskulisse hat, findet in Kroatien zahlreiche Möglichkeiten für einen Kurztrip“, betont Branimir Tončinić, Direktor der Kroatischen Zentrale für Tourismus in Österreich.

Der kroatische Advent im Überblick

© Kroatische Zentrale Für Tourismus (cntb)
Advent in Opatija

Advent vor römischer Kulisse, Eislaufen mit Blick auf die Adria oder ein Fest ohne Einwegplastik: Die kroatischen Adventprogramme setzen unterschiedliche Schwerpunkte. In Varaždin gehören unter anderem Workshops rund um Weihnachtsdekorationen aus Lebkuchen und Licitari zum Programm. In Opatija zählt die Eisfläche wenige Schritte vom Meer zu den besonderen Winterkulissen, während in Pula Konzerte und Adventveranstaltungen rund um das römische Amphitheater stattfinden. Dort befindet sich auch eine 900 Quadratmeter große Eislaufbahn.

1 / 2
Advent in Pula
Advent in Pula © IMAGO/Srecko Niketic/pixsell

Adventprogramme

Opatija: November 2026 bis zum 6. Jänner 2027

Pula: November 2026 bis zum 11. Jänner 2027

Zagreb: November 2026 bis 7. Jänner 2027 – die weihnachtlichen Schauplätze in der kroatischen Hauptstadt sind etwa der Ban-Jelačić-Platz, der Zrinjevac-Park und der König-Tomislav-Platz mit einer Eislaufbahn.

Zadar: 24. November bis 2. Jänner 2027

Varaždin: November 2026 bis 6. Jänner 2027

Weihnachtstraditionen von Licitari bis Klapa

© Kroatische Zentrale für Tourismus (cntb)
Licitari, herzförmige Lebkuchen

Zu den bekanntesten Weihnachtstraditionen Nordkroatiens gehören die Licitari, kunstvoll verzierte Lebkuchen. Die meist herzförmigen, farbenfroh dekorierten Lebkuchen werden traditionell verschenkt, auf Märkten angeboten und auch als Weihnachtsschmuck verwendet. Das traditionelle Lebkuchenhandwerk wurde 2010 in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen.  Damit gehört eine jahrhundertealte Handwerkstradition bis heute zum vorweihnachtlichen Bild der Region.

An der dalmatinischen Küste prägt Klapa-Gesang die regionale Musikkultur und gehört auch rund um die Weihnachtszeit zum lokalen Klangbild.

So schmeckt der kroatische Advent

© IMAGO/Sasa Buric
Bakalarzubereitung in Split

Jetzt zum Alpe-Adria-Newsletter anmelden

Was ist los in unserer italienischen, kroatischen und slowenischen Nachbarschaft? Nützliche Reiseinfos, Insidertipps und alles, was den Alpen-Adria-Raum aktuell bewegt – kostenlos jeden Donnerstag in Ihrer Mailbox. Hier geht‘s zur Anmeldung.

Auch auf dem Teller zeigen sich regionale Unterschiede. Im Landesinneren gehört Sarma, eine mit Fleisch gefüllte Sauerkrautroulade, zu den typischen Wintergerichten und ist auch in der Adventszeit in Zagreb überall präsent. An der dalmatinischen Küste kommt am Heiligen Abend traditionell Bakalar auf den Tisch. Der getrocknete Kabeljau wird vor der Zubereitung gewässert und anschließend zu einem typischen Festtagsgericht verarbeitet. Zur süßen Seite der Feiertage gehören Fritule, kleine frittierte Teigbällchen, für die es zahlreiche regionale und familiäre Rezeptvarianten gibt.