Steirisches Vulkanland und bolivianische Gemeinde feiern 20 Jahre Freundschaft
In den vergangenen 20 Jahren verwirklichten das Steirische Vulkanland und die bolivianische Gemeinde Independencia gemeinsam Projekte. Das Miteinander feierte man in Tieschen.

Im Jahr 2006 besiegelten Vertreter des Steirischen Vulkanlandes und der bolivianischen Region Ayopaya eine zukunftsweisende Entwicklungspartnerschaft für die Gemeinde Independencia. Getragen von gegenseitiger Wertschätzung, intensivem Erfahrungsaustausch und dem gemeinsamen Ziel einer nachhaltigen Regionalentwicklung ist in zwei Jahrzehnten engagierter Zusammenarbeit Enormes gewachsen.
Die gemeinsamen Projekte reichen dabei vom Bau des „Hauses der Region“ in Independencia über Initiativen zur Aufforstung und Landwirtschaft bis hin zu erfolgreichen Austauschs- und Bildungsprogrammen. Seit 2017 liegt ein besonderer Schwerpunkt der steirisch-bolivianischen Partnerschaft auf dem regionalen Obstbau: Vom Anbau über die Vermarktung bis hin zur Etablierung der eigenen Marke „La Palquenita“.
Franziskus-Statue als Zeichen der Verbundenheit
Ein weithin sichtbares Wahrzeichen dieser tiefen Verbundenheit ist die neun Meter hohe und fünf Tonnen schwere Skulptur „Heiliger Franziskus mit Wolf“, die vor der Pfarrkirche am Marktplatz in Tieschen steht. Geschaffen hat sie der bolivianische Metallkünstler Fernando Crespo unter Mitwirkung von Franz Gollenz.

Genau dort wurde am Sonntagvormittag das 20-jährige Jubiläum der Partnerschaft mit Vertretern beider Regionen und Tieschens feierlich begangen. Den Auftakt bildete eine heilige Messe, die von der Musikgruppe Tunkuy Pacha stimmungsvoll umrahmt wurde.
In seiner Festrede blickte der ehemalige ÖVP-Landtagsabgeordnete Anton „Toni“ Gangl – der die Partnerschaft einst mit Vulkanland-Obmann Josef Ober initiiert hatte – auf die gemeinsame Geschichte zurück. Er würdigte die wichtigsten Meilensteine und vor allem die zahlreichen Wegbegleiter, die dieses Projekt bis heute prägen.

Ehrenurkunden vergeben
Das Steirische Vulkanland ist hierbei federführend für wichtige Investitionen verantwortlich, finanziell unterstützt von FairStyria, der Initiative des Landes Steiermark für Entwicklungszusammenarbeit. Vulkanland-Obmann Ober würdigte den krankheitsbedingt abwesenden Jorge Aquino als treibenden Initiator und Koordinator der Partnerschaftsprojekte auf bolivianischer Seite.

Im Anschluss zeichnete er Fernando Crespo, Anton Gangl, Maria Elßer von FairStyria, Vulkanland-Geschäftsführer Michael Fend und Franz Kazianschütz mit Ehrenurkunden des Steirischen Vulkanlandes aus. Bolivianische Musik, regionales Chili con Carne, Lava-Bräu-Bier und Tau-Weine aus Tieschen rundeten den Freudentag perfekt ab.