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Gestrichene Beiträge: Leobener Musikschulen wissen nicht weiter

Während des laufenden Schuljahres streicht das Land Steiermark die Ausgleichszahlungen für die Musikschulgemeinden. Die Gemeinden suchen nach Lösungen.

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Heinz Moser, Direktor der Musikschule Leoben, hofft auf eine Lösung
Fabian Rostek
Redakteur Regionalredaktion Leoben

Die Sparpolitik der steirischen Landesregierung erreicht nun auch die Musikschulen. Der Faktor, der auf Empörung stößt: Schon dieses Schuljahr soll kein Geld mehr fließen (siehe Seite 12/13). „Die Gemeinden haben Lehrkräfte angestellt und Eltern den Unterricht zugesagt. Das lässt sich mitten im Schuljahr nicht rückgängig machen. Wer jetzt die Zahlungen streicht, schiebt die Last auf die Gemeinden und am Ende auf die Familien“, sagt Leobener Bürgermeister und Städtebund-Vorsitzender der Steiermark Kurt Wallner.

Man verstehe den Spardruck und verschließe sich Reformen nicht, doch zuerst brauche es Gespräche und ein gemeinsames Konzept. Die plötzliche Änderung stößt auch beim Leobener Musikschuldirektor Heinz Moser auf Verwunderung. „Hart war es für uns schon, weil der Herr Landesrat letzte Woche bei der Sitzung nichts gesagt hat“, berichtet er gegenüber der Kleinen Zeitung. Durch die Größe der Musikschule treffe es sie besonders stark. Moser rechnet mit 200.000 Euro weniger in diesem Jahr. Wo das Geld herkommen soll, wisse er nicht. „Es wird sich aber in naher Zukunft etwas tun müssen.“

Absehbare Kürzungen?

Peter Mayerhofer, Direktor der Musikschule Mautern, sieht die Lage etwas entspannter. Die Schule in Mautern sei nicht so stark betroffen, weil die Zahlen in der Schule relativ gut seien. Das liege auch daran, dass sie von mehreren Gemeinden in der Region finanziert wird und die Beiträge der Gemeinden in den vergangenen Jahren bereits erhöht wurden.

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Direktor Peter Mayerhofer (Mitte) der Musikschule Mautern sieht seine Schule weniger stark betroffen

Dass die Ausgleichszahlungen spätestens in fünf Jahren wegfallen, sei sowieso klar gewesen. Mit dem plötzlichen Zeitpunkt habe er jedoch nicht gerechnet. "Man kann heute noch gar nicht sagen, was fehlt“, sagt er auf Anfrage der Kleinen Zeitung, Existenzbedrohung sehe er aber keine.

Auf der Suche nach Lösungen

„Die Musikschule Eisenerz wäre von dieser Entscheidung massiv betroffen“, lässt Bürgermeister Thomas Rauninger wissen. Er setze sich für Gespräche zwischen dem Land und den Musikschulträgern ein, damit schnell eine tragfähige Lösung gefunden werden könne. Die Musikschule Eisenerz rechnet laut Rauninger mit 50 bis 60.000 Euro weniger dieses Jahr. Ob die Gemeinde für die fehlenden Kosten aufkommen kann, sei im Moment noch nicht klar. „Wir möchten den Standort aber auf jeden Fall erhalten“, sagt Rauninger.

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Thomas Rauninger, Bürgermeister von Eisenerz, versucht das fehlende Geld durch die Gemeinde zu finanzieren

„Jeder Euro ist für uns existenzbedrohend“, sagt Trofaiacher Bürgermeister Mario Abl zu den fehlenden Ausgleichszahlungen. Bei der Musikschule Trofaiach komme man auf rund 50.000 Euro, die dieses Jahr bereits eingeplant waren. Wie die Finanzierung in Zukunft aussehe, könne er noch nicht sagen. Morgen werde man sich zusammen mit anderen Bürgermeistern und dem Land abstimmen und ein Szenario ausarbeiten.

Grundsätzlich verstehe er, dass man im Land sparen muss. Das Problem sehen er und auch die anderen Bürgermeister hauptsächlich im Zeitpunkt des Beschlusses: „Die Musikschulbeiträge für dieses Schuljahr sind bereits vereinbart, jetzt können wir nicht mehr reagieren.“