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Bündnis fordert mehr Personal und Geld für inklusive Bildung

© APA/dpa
Behinderte Kinder sollen gleichberechtigten Zugang zu Bildung bekommen

Mit "Aktionstagen" in sieben Bundesländern will ein Bündnis aus rund 30 Initiativen noch bis 22. Oktober bei der Politik Druck für mehr Personal und Geld für inklusive Bildung machen. Unter dem Motto "Bildung für alle statt Chancen für wenige" fordern die diversen Behinderten- und Bildungsorganisationen u.a. mehr Personal und Geld, damit Kinder mit Beeinträchtigungen bis zum Ende der Pflichtschulzeit vollen Zugang zu den Bildungseinrichtungen bekommen.

Auftakt der "Aktionstage Bildung" war am Donnerstag in Klagenfurt, ab Ende nächster Woche folgen weitere Kundgebungen: Am 16. Oktober wird in Linz demonstriert, für den 17. Oktober sind Kundgebungen in Graz und Innsbruck sowie "Aktionen im öffentlichen Raum" in Bregenz, Dornbirn und Feldkirch angekündigt und in Salzburg ist am 19. Oktober eine "Aktion für Inklusion" geplant. Den Abschluss der Aktionstage bildet eine Demo in Wien am 22. Oktober, dabei sollen dann auch die Forderungen der Organisationen ans Bildungsministerium übergeben werden.

Die "Zeit der Absichtserklärungen" sei vorbei, Bildung für alle dürfe kein Lippenbekenntnis bleiben, appellieren die Organisatorinnen und Organisatoren in einer Aussendung an Bundesregierung, Länder und Gemeinden. Konkret fordern sie einen konsequenten Ausbau inklusiver Kindergartenplätze, schon jetzt sei der frühe Zugang zu Bildung und Förderung wegen des Fachkräftemangels in Gefahr. In der Schule muss aus Sicht der Organisationen die Deckelung bei der Sonderpädagogischen Förderung (SPF) fallen. Derzeit gibt es laut Finanzausgleich unabhängig vom tatsächlichen Bedarf nur für 2,7 Prozent der Pflichtschülerinnen und -schüler zusätzliche Ressourcen für spezielles Lehrmaterial oder -personal, laut Statistik Austria hatten 2024/25 fünf Prozent (31.400 Kinder) einen SPF. Zusätzlich sei auch mehr Unterstützung durch Schulassistenz, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie und School Nurses notwendig, auch die Betreuung im Freizeitteil ganztägiger Angebote müsse sichergestellt werden.

Ganz grundsätzlich braucht es aus Sicht der Organisationen eine "grundlegende Haltungsänderung im gesamten Bildungssystem": "Wir brauchen eine Schule, die stärkt, statt aussortiert", so die Forderung. Die Potenziale, Bedürfnisse und Stärken sollten im Mittelpunkt stehen und über die gesamte Pflichtschulzeit hinweg gemeinsame, inklusive Bildung angeboten werden. Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) hat für 2027/28 die Einführung des seit Langem geforderten Rechtsanspruchs behinderter Kinder auf ein 11. und 12. Schuljahr angekündigt. Auch darüber hinaus hat er mehr Inklusion in den Schulen angekündigt, an ersten Plänen hatte es allerdings Kritik von Behindertenorganisationen gegeben.

(S E R V I C E - https://aktion-bildung.at)