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Manchmal kurios: So werden Grüner See oder Bärenschützklamm online bewertet

Der Bezirk ist voller Plätze, deren Anziehungskraft unbestritten ist. Viele schreiben das online genau so nieder. Wenige Bewertungen sorgen auch für Kopfschütteln.

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Online-Bewertungen werden immer wichtiger (Symbolbild)

Es sind Bewertungen, die teils für so viel Kopfschütteln sorgen, dass sie fast schon wieder kurios bis lustig sind. Mit einer konstruktiven Kritik haben sie jedenfalls oft nichts zu tun.

Über die beliebte Bärenschützklamm in Mixnitz, einem echten und viel besuchten Naturjuwel, schreibt eine Frau auf der Online-Bewertungsplattform „Tripadvisor“ etwa: „Für mich und meine 7-jährige Tochter war es ein Albtraum. Es gibt sehr viele steile Treppen, Was uns auch gefehlt hat: eine schöne Aussicht. Man sieht größtenteils nur Wald und Felsen.“ Mit etwas mehr Information vorab hätte sich die Bewerterin ihren Ärger sparen können. Auf der Webseite des Ausflugszieles sind die Gegebenheiten klar angeführt.

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Die Bärenschützklamm erhält auf diversen Bewertungsplattformen viel Lob

Warmes Bier in der Basilika?

Noch skurriler sind einige Google-Bewertungen der Mariazeller Basilika. Die wichtigste Wallfahrtskirche in Österreichs zählte 2025 zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Steiermark, was sich in zahlreichen, positiven Bewertungen zeigt. Ein Herr gibt ihr dennoch nur einen Stern von fünf. Seine Begründung: Das Bier war zu warm. Andere wiederum schwärmen von ihrem Besuch in der „wunderschönen“ Basilika, geben aber trotzdem nur einen Stern. In beiden Fällen dürfte den Bewertern wohl ein Fehler passiert sein.

© KLZ / Christian Huemer
Die Basilika in Mariazell

Während man Bewertungen wie diese wohl als Skurrilitäten abtun kann, kommt der Vergabe von Sternen oder Punkten online dennoch immer größere Bedeutung zu. Positive Rezensionen schaffen Vertrauen, während negative Bewertungen, darunter eben auch falsch abgegebene oder unreflektierte, Ausflugszielen oder Betrieben schaden können. „Fake-Bewertungen sind längst kein Randphänomen mehr. Sie können dem Ruf massiv schaden und Gäste in die Irre führen“, sagte dazu etwa auch Tourismus-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Unfaire Bewertungen nicht ignorieren

Zu einem nicht ganz richtigen Gesamtbild führen auch so manche Bewertungen, die zum Grünen See, einem der schönsten Plätze Österreichs, in letzter Zeit abgegeben werden. Jemand schreibt auf Google: „Ich besuchte den Grünen See am 04.09.2026. Aufgrund der Fotos, die ich gefunden hatte, erwartete ich ein wunderschönes Gewässer. Umso enttäuschter war ich, da der See ausgetrocknet und nirgends ausgeschildert war. Zwar führten die kleineren Seen in der Umgebung Wasser, doch das entschädigte nicht für das fehlende Erlebnis. Ich bin umsonst anderthalb Stunden gefahren.“

© Wolfgang Köllner
Der Grüne See Ende September 2026

Die Tatsache, dass er grundsätzlich im Herbst wenig bis kaum gefüllt ist, spielt bei der schlechten Bewertung offensichtlich keine Rolle. Was bleibt, ist ein Stern ohne Einordnung und Erklärung. Von Seiten der WKO empfiehlt man in solchen Fällen: „Wichtig ist, unfaire Bewertungen nicht zu ignorieren, aber auch nicht emotional zu reagieren. Ein strukturierter, sachlicher Umgang schützt die Reputation.“ Diese ist übrigens bei Sehenswürdigkeiten im Bezirk ausnahmslos sehr groß. Das spiegelt sich auch in einer Vielzahl an äußerst positiven Bewertungen wider.