Bei Wildon wird jede Chance protokolliert
Wildon hadert aktuell mit (zu) vielen vergebenen Torchancen.

In Wildon ist man vor dem Derby gegen Großklein (heute, 19.30 Uhr) nicht zufrieden mit der bisherigen Saison. „Wir wollten von Anfang an bei den besten Drei dabei sein. Das sind wir nicht“, sagt Trainer Christoph Meier. Dass die Südsteirer noch hinter den eigenen Erwartungen sind, hat Gründe. Einerseits ist man bei gegnerischen Standards zu anfällig für Gegentore, andererseits macht man aus den eigenen Chancen viel zu wenig. Meier führt eine Liste, aus der hervorgeht, dass man in jedem Spiel deutlich mehr Torchancen vorgefunden hat, als der Gegner. „Nur gegen Gnas nicht, da geht das Remis dann in Ordnung“, sagt der Trainer. Pro Spiel weist die Meier-Statistik „drei bis fünf Torchancen mehr“ für Wildon aus. „Zahlen lügen nicht. Aber wir haben überhaupt nichts davon, wenn man auf die Tabelle schaut.“
An fehlender Qualität kann es nicht liegen. „Wir haben Top-Stürmer, die bereits bewiesen haben, dass sie in der Lage sind, Tore in der Landesliga zu erzielen“, sagt Meier. Matej Hoic etwa, der Wildon als Landesliga-Torschützenkönig in die Regionalliga geschossen hat. Oder auch Filip Smoljan. Beide halten nach acht Runden bei fünf Toren – das Torkonto könnte aber wesentlich voller sein. „Man sucht als Trainer immer den Fehler bei sich. Aber wenn man die Spiele analysiert, gehen einem die Ideen aus“, sagt Meier. Das Positive: „Wir kommen zu Torchancen.“ Noch positiver: Beim jüngsten 5:0-Sieg gegen Bruck sind die Chancen auch genutzt worden. „Da haben wir aus den ersten vier Chancen drei Tore gemacht. So stelle ich mir das vor“, sagt Meier. Die Hoffnung lebt, die Saisonziele zu erreichen: „Zwei Siege und du bist voll dabei bei der Musik, zwei Niederlagen und du bist hinten.“