Inna Sidenkos Sport, der auch privat geholfen hat
Nachwuchssportlerwahl 2026: Inna Sidenko ist nur eine von zwölf weiblichen Sportlerinnen, die heuer nominiert wurden. Die Schützin will unbedingt zu Olympia.

Höchste Genauigkeit und Konzentration. Das sind die wichtigsten Attribute, die man als Sportschütze benötigt. Inna Sidenko hat die Sportart im Alter von acht Jahren für sich entdeckt: „Das war rein durch Zufall. Als ich acht Jahre alt war, war ich mit meinen Eltern bei einer Art Preisschießen. Da habe ich es dann ausprobiert und es hat mir sehr gefallen.“ Mittlerweile bereitet sie sich für die Olympia-Qualifikation vor, ihre Sportart wird vor allem im Kopf entschieden.
„Mich reizt die penible Genauigkeit sehr. Man muss über den gesamten Wettkampf eine innere Ruhe haben und mit höchstem Fokus dabeibleiben“, erklärt sie. Ihre Erfahrungen als Schützin haben ihr auch in der Schule geholfen: „Ich habe mir in der Schule plötzlich viel leichter getan. Ich habe mich besser konzentrieren können. Aber man muss auch körperlich in Höchstform sein, um die Sportart ausüben zu können.“ Im Mai dieses Jahres wurde sie Europameisterin im Mixed-Team-Bewerb, bei der Junioren-WM verpasste sie die Qualifikation für das Finale nur um zwei Ringe.
Das große Ziel sind für Sidenko die Olympischen Spiele. „Ich will dort unbedingt hin und einen Medaillenplatz erreichen. Mir ist egal, ob es 2028 oder 2032 soweit ist. So könnte ich dann meine Sportkarriere erfüllt beenden“, erklärt sie. Neben dem Sport studiert sie an der TU Graz Biomedical Engineering, in ihrer Freizeit spielt sie Klavier und ist Fotografin.
Inna Sidenko
Sportart: Schießen
Geburtsdatum: 9. August 2006
Größte Erfolge: EM-Gold 2026 in Osijek im Kleinkaliber-Duett-Bewerb, Sieg beim internationalen Grand Prix of Tyrol 2025 im Mixed, 20. Platz bei der Junioren-WM 2026, fünf österreichische Meistertitel