Doppelter Abschied an der Spitze der Kärntner Krankenhäuser
Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel und Stellvertreter Wolfgang Schantl beendeten diese Woche aus unterschiedlichen Gründen ihre Tätigkeit in der Kabeg.

Zu einer doppelten Abschiedsparty kam es diese Woche in der Führungsetage der Kärntner Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft (Kabeg). Neben Vorstand Arnold Gabriel, der nach 13 Jahren das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt, endet auch für seinen Stellvertreter Wolfgang Schantl die Zeit in der Kabeg. Der Arzt und frühere Politiker, Sohn des ehemaligen Landtagspräsidenten Josef Schantl, hat Ende September seinen 65. Geburtstag gefeiert und jetzt seine Pension angetreten. Schantl, ausgebildeter Facharzt für Plastische und Wiederherstellende Chirurgie, war von 2005 bis 2008 als Gesundheits-Landesrat für die SPÖ in der Kärntner Landesregierung tätig und arbeitete danach für ein Beratungsunternehmen mit Schwerpunkt Gesundheit. 2014 wechselte er in die Kabeg, in der er bis zuletzt den Bereich „Medizinische Weiterentwicklung“ verantwortete. Seit 2021 fungierte er zudem als Gabriels Stellvertreter.
„Bereue Abschied nicht“
Der 58-jährige Arnold Gabriel, seit 1. Jänner 2014 an der Spitze der Kabeg, macht freiwillig Schluss. Gabriels direkter Wechsel aus dem Büro von Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) in die Chefetage der Kärntner Spitäler hatte damals für gehörigen politischen Wirbel gesorgt und die Opposition über „Postenschacher“ schimpfen lassen. Der Gesundheitsexperte wurde in den Jahren danach aber zweimal einstimmig vom Aufsichtsrat wiederbestellt. Schon im Dezember 2025 hatte Gabriel angekündigt, nicht mehr für eine weitere Periode zur Verfügung zu stehen. Mit dieser Woche ist er operativ ausgeschieden und verbraucht noch Resturlaub. „Ich bereue diesen Schritt und den Abschied aus dem öffentlichen Bereich nicht“, sagt Gabriel, der noch offenlässt, wo er künftig beruflich tätig sein wird. „Es gibt zwei konkrete Optionen“. Für eine Organisation wie die Kabeg sei es gut, „neue Perspektiven“ zu bekommen.
Nachfolger startet am 1. Dezember
Gabriels Nachfolger Karl Cernic, bisheriger Leiter des Kärntner Gesundheitsfonds, nimmt mit 1. Dezember seine neue Tätigkeit auf. Bis dahin führt Manfred Ferch, Prokurist und Leiter der Abteilung Finanzen und Controlling, die operativen Geschicke der Kabeg. Sie ist mit rund 8500 Mitarbeitern und fünf Krankenhausstandorten (Klagenfurt, Villach, Wolfsberg, Hermagor, Laas) der größte Arbeitgeber des Landes.