Geld aus Baukartell fließt in Sanierung der Ferndorfer Straße
480.000 Euro werden in die Sanierung der L37 in Weißenstein investiert. Finanziert wird das Projekt mit Entschädigungsgeldern aus dem Baukartell.

Das Land Kärnten saniert den nächsten Abschnitt der L37 Ferndorfer Straße zwischen der Ortschaft Stuben und dem Bahnhof Feistritz/Drau in der Gemeinde Weißenstein. Die Fahrbahn befindet sich in einem desolaten Zustand. Die Arbeiten beginnen am Montag, 12. Oktober, und sollen bis Ende November abgeschlossen sein.
„Wir investieren 480.000 Euro und sorgen dafür, dass die Straße wieder sicher befahrbar ist“, betont Straßenbaureferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber.
Zwölf Millionen Euro aus Baukartell für Land Kärnten
Finanziert wird die Sanierung aus Mitteln, die das Land als Entschädigung von am Baukartell beteiligten Firmen ausgehandelt hat. Zwischen 2002 und 2017 hatten Bauunternehmen in Österreich illegale Preisabsprachen getroffen, von denen auch Kärnten betroffen war. „Durch die erkämpften zwölf Millionen Euro können wir wichtige Sanierungsprojekte vorziehen“, so Gruber.
Bei den Arbeiten werden zunächst zehn Zentimeter Asphalt abgefräst. Anschließend folgen eine fünf Zentimeter starke Trag- und eine vier Zentimeter starke Deckschicht. Abschnittsweise wird auch die Straßenentwässerung erneuert.
Während der Fräsarbeiten wird der Verkehr einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Zudem gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung. Für die Asphaltierung muss die L37 im Bereich Stuben von Dienstag, 27. Oktober, bis Samstag, 31. Oktober, vollständig gesperrt werden. Die großräumige Umleitung führt über die L43, B100 und L39.