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SoMa hebt Einkommensgrenzen an: Wer jetzt günstiger einkaufen kann

Der SozialMarkt Kärnten erweitert den Zugang zu seinen sechs Läden. Die Zahl der ausgegebenen Kundenkarten ist laut Verein gegenüber 2025 um 26 Prozent gestiegen.

SoMa-Laden von außen
© Markus Traussnig
SoMa reagiert auf die immer stärkere Nachfrage
Lukas Moser
Kärnten Ressort

Lebensmittel einkaufen und trotzdem genug Geld für Miete und Energie übrig haben: Für Menschen mit geringem Einkommen wird das nach Angaben des SozialMarkts (SoMa) Kärnten zunehmend schwierig.

Der gemeinnützige Verein hebt deshalb mit Oktober die Einkommensgrenzen für seine Einkaufskarte an. Damit können mehr Menschen vergünstigte Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs in den sechs Kärntner SoMa-Läden beziehen.

Neue Einkommensgrenzen

Seit 1. Oktober 2026 gelten folgende monatliche Netto-Einkommensgrenzen: Für einen Einpersonenhaushalt liegt die Grenze bei 1693 Euro, für einen Zweipersonenhaushalt bei 2403 Euro. Für jede weitere Person im Haushalt kommen 366 Euro hinzu. Familienbeihilfe, Pflegegeld und Alimente werden bei der Berechnung nicht als Einkommen angerechnet.

Zuletzt hatte der Verein die Grenzen im November 2024 angepasst. Seither seien die Kosten für Wohnen, Energie und Lebensmittel weiter gestiegen. Das belaste auch Menschen, die arbeiten oder eine Pension beziehen. Selbst Haushalte, deren Einkommen knapp über staatlichen Unterstützungsschwellen liegt, könnten durch hohe laufende Kosten finanziell stark unter Druck geraten.

Bedarf steigt immer weiter

„Viele Menschen müssen heute jeden Euro zweimal umdrehen“, sagt SoMa-Obfrau Cornelia Hübner. „Mit der Anpassung unserer Einkommensgrenzen wollen wir sicherstellen, dass die SoMa-Läden auch künftig für jene Menschen erreichbar bleiben, die unsere Unterstützung brauchen.“

Wie groß der Unterstützungsbedarf ist, zeigen die Zahlen des Vereins: Gegenüber 2025 ist die Zahl der ausgegebenen Kundenkarten um 26 Prozent gestiegen. Aktuell besitzen rund 3050 Haushalte in Kärnten eine solche Karte. Damit haben rund 9200 Menschen Zugang zum Angebot.

„Gerade bei den täglichen Lebensmitteln kann eine finanzielle Entlastung eine spürbare Erleichterung bringen“, sagt Geschäftsführerin Theres Leber. Mit der Anpassung wolle man verhindern, dass Menschen durch steigende Lebenshaltungskosten weiter unter Druck geraten.

Doppelter Effekt

Die SoMa-Läden geben gerettete Waren zu stark vergünstigten Preisen an Menschen mit überprüft geringem Einkommen weiter. So werden zugleich noch genießbare Lebensmittel vor der Vernichtung bewahrt. Mit dem erweiterten Zugang steigt laut Verein auch der Bedarf an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Transportmöglichkeiten und Geld für den laufenden Betrieb. SoMa Kärnten bittet deshalb Unternehmen und Bevölkerung um Unterstützung.

Informationen zu Standorten, Einkaufsmöglichkeiten und Spenden gibt es unter www.somaladen.at.