Pro & Kontra: Sollte Georgiens Fußballverband den SK Sturm finanziell entschädigen?
Wer ist in der Pflicht, wenn sich Fußballer während ihrer Zeit im Nationalteam verletzen? Die Verbände oder die Klubs?
Pro
Verletzt sich ein Spieler bei seiner nationalen Auswahl, ist das bitter für die Sportler und Pech für dessen Arbeitgeber. Berufsrisiko nennt sich das. Es gibt allerdings auch Fälle wie bei Sturm-Spieler Otar Kiteishvili. Nach langer Verletzungspause wurde er beim Verein behutsam fit gemacht. Dass sich das neue Trainerteam Georgiens nicht an die von der medizinischen Abteilung des SK Sturm vereinbarten Belastungssteuerung gehalten hat, ist fahrlässig. In solchen Fällen ist der nationale Verband zur Verantwortung zu ziehen, bei aller Selbsteinschätzung des Spielers.

Kontra
Fällt ein Fußballer in Folge einer im Nationalteam erlittenen Verletzung länger aus, greift ein Entschädigungs-Programm der FIFA. Ab dem 29. Tag der Ausfalldauer übernimmt der Weltverband das Gehalt (maximal 7,5 Mio. Euro pro Spieler und Jahr) und entlastet so die Klubs. Das erste Monat müssen die Vereine selbst bezahlen. Diese Summe von den nationalen Verbänden einzufordern, wäre kleinlich. Abmachung hin oder her: Wenn ein erwachsener Mensch trotz Beschwerden und anderer Pläne spielt, ist vor allem er in die Verantwortung zu nehmen
