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Neues Modegeschäft in Kapfenberger Altstadt eröffnet

In der Grazer Straße will Sabine Polzhofer Kleidung in „Wohnzimmeratmosphäre“ verkaufen. Dabei setzt sie auf Neuware und auch Second-Hand-Kleidung.

Sabine Polzhofer hat in Kapfenberg eine Modeboutique eröffnet
© KLZ / Moritz Prettenhofer
Sabine Polzhofer hat in Kapfenberg eine Modeboutique eröffnet
Moritz Prettenhofer
Redakteur Regionalredaktion Mürztal

Nach 16 Jahren in einer Taxi-Zentrale schlägt Sabine Polzhofer in Kapfenberg einen neuen beruflichen Weg ein. Die 51-jährige Kapfenbergerin hat in der Kapfenberger Altstadt unweit des Hauptplatzes unter dem Namen „Twice Fashion“ eine Modeboutique eröffnet und damit ein Hobby zu ihrem Beruf gemacht.

„Mir macht es Spaß zu trödeln und mich mit Kleidung und verschiedenen Kombinationen zu beschäftigen. Jetzt mach ich sozusagen Shopping für Fortgeschrittene“, lacht Polzhofer und blickt stolz durch ihre Räumlichkeiten in der Grazer Straße. Auf 60 Quadratmetern bietet sie dort eine große Auswahl an Damen- und Herrenmode aus dem mediterranen Raum.

Belebung der „Arbeiterstadt“

Neben der Qualität der Ware ist ihr dabei vor allem ein bezahlbarer Preis wichtig. Denn: „Wir sind noch immer eine Arbeiterstadt“, betont die 51-Jährige, die in Kapfenberg aufgewachsen ist. „Ich kenne die Stadt von Kindesbeinen auf und weiß, was sich damals noch hier bewegt hat“, schildert sie und hofft, mit ihrem Geschäft zur Belebung der Innenstadt beitragen zu können.

Unweit des Hauptplatzes befindet sich "Twice Fashion“ von Sabine Polzhofer
© KLZ / Moritz Prettenhofer
Unweit des Hauptplatzes befindet sich "Twice Fashion“ von Sabine Polzhofer

Einkaufen wie zuhause

Die ersten Tage seien durchwegs positiv verlaufen, von der Kundschaft habe es bisher gutes Feedback gegeben. „Ich habe schon nachbestellen müssen. Ich bin angenehm überrascht, wie gut es bisher angenommen wird“, freut sich Polzhofer. Womöglich hat das auch mit der lockeren „Wohnzimmeratmosphäre“ zu tun, die sie in der Boutique schaffen möchte. „Die Kundinnen und Kunden bekommen beim Einkaufen gern einen Kaffee oder ein Glas Sekt dazu. Ich will damit die Einkaufserfahrung einfach ein bisschen auflockern“, meint die 51-Jährige.

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Im vorderen Bereich findet sich Herrenmode....
Im vorderen Bereich findet sich Herrenmode.... © KLZ / Moritz Prettenhofer

Statt Massenabfertigung setzt sie bewusst auf Zwischenmenschlichkeit, Gespräche und auch Einzelberatungen. „Möglich ist fast alles, wenn man Zeit hat. Ich komme auch gern an den Ruhetagen rein und helfe den Leuten“, erklärt Polzhofer und ergänzt: „Es soll im Geschäft ungezwungen sein.“

Neu trifft auf getragen

Neben der Neuware für Damen und Herren im Innenbereich, verkauft Polzhofer auf Kleiderstangen vor ihrem Geschäft zusätzlich Second-Hand-Kleidung für Kinder und Erwachsene. Die Kombination aus neuer und getragener Ware sei eine „gute Geschichte“, sowohl im Hinblick auf Nachhaltigkeit als auch finanziell, meint Polzhofer: „Gerade Kindergewand kostet viel und sie wachsen ständig heraus. Die Leute mischen beim Einkaufen auch gerne neue Teile und die Second-Hand-Kleidung durch.“