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Kärntner des Tages: Seine Forschung kommt auch bei den Menschen an

Mathias Ausserwinkler (41) wurde zum Privatdozenten ernannt. Sein Schwerpunkt liegt derzeit auf systemischen Begleiterkrankungen der rheumatoiden Arthritis.

Ausserwinkler hat sich beim Zivildienst für das Medizinstudium entschieden
© Privat
Ausserwinkler hat sich beim Zivildienst für das Medizinstudium entschieden
Winnie-Christine Faust

Warum treten bei Rheuma häufig Erkrankungen des Herzens, der Nieren oder der Leber auf? Mit dieser Frage beschäftigt sich der gebürtige Klagenfurter Mathias Ausserwinkler (41) intensiv. Am Dienstag, 6. Oktober, stand für den Internisten, Kardiologen und Rheumatologen ein besonderer beruflicher Schritt an: Im Rahmen seines Habilitationskolloquiums an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Salzburg wurde er zum Privatdozenten ernannt.

Sein Weg zur Medizin begann während des Zivildienstes. Zwölf Monate arbeitete Ausserwinkler mit körperlich und geistig beeinträchtigten Kindern und Jugendlichen. Die Erfahrung prägte ihn und weckte seine Neugier auf medizinische Themen. Auch sein Vater Michael Ausserwinkler, selbst Arzt und ehemaliger Gesundheitsminister, hat ihm früh vorgelebt, wie erfüllend und vielseitig dieser Beruf sein kann.

Rheuma kann ganzen Körper betreffen

Heute arbeitet Ausserwinkler als niedergelassener Arzt in Villach und als Konsiliararzt im Krankenhaus Maria Hilf in Klagenfurt. Sein wissenschaftliches Interesse gilt den Begleiterkrankungen entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Denn Rheuma kann den gesamten Körper betreffen und etwa Herz, Nieren oder Leber in Mitleidenschaft ziehen. Die Verbindung von Rheumatologie und Kardiologie ist deshalb zu seinem Forschungsschwerpunkt geworden.

Ausserwinkler ist Vater von drei Söhnen
© Privat
Ausserwinkler ist Vater von drei Söhnen

Seine Habilitationsarbeit beschäftigt sich mit den systemischen Begleiterkrankungen der rheumatoiden Arthritis. Was zunächst nach trockener Wissenschaft klingt, hat für ihn einen sehr konkreten Zweck: Je besser man eine Erkrankung versteht, desto gezielter kann man Patienten behandeln. Genau das ist für Ausserwinkler der Reiz an der Forschung. Er kann sich in Datenbanken vertiefen, Zusammenhänge untersuchen und Erkenntnisse gewinnen, die schlussendlich wieder bei den Menschen ankommen, die er als Arzt betreut.

Mediziner und Wissenschafter: Mathias Ausserwinkler
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Mediziner und Wissenschafter: Mathias Ausserwinkler

Rund 30 Publikationen als Erstautor hat er bereits veröffentlicht. Zusätzlich hält er Lehrveranstaltungen für Medizinstudierende in Salzburg ab. Geforscht und publiziert wird dabei oft nach Feierabend – mitunter nachts, wenn seine drei kleinen Söhne schlafen.

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