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500 „Löwenmutige“ machten sich in Gleisdorf gegen Mobbing stark

Am Sonntag fand im Forum Kloster in Gleisdorf das Event „Löwenmut statt Mobbing“ statt. Fünf Stunden lang lernten Teilnehmende spielerisch über den Umgang mit negativen Situationen.

Sabrina Deutschmann, Gründerin von Löwenmut, lud vergangenen Sonntag ins Forum Kloster in Gleisdorf ein
© KLZ / Veronica Schulz
Sabrina Deutschmann, Gründerin von Löwenmut, lud vergangenen Sonntag ins Forum Kloster in Gleisdorf ein
Veronica Schulz

„Ich darf mir Hilfe holen“, tönte es vergangenen Sonntagvormittag durch das Forum Kloster in Gleisdorf. Dort hatten sich über 500 Menschen eingefunden, die Veranstaltung „Löwenmut statt Mobbing“ war ausverkauft. Ins Leben gerufen hatte sie Sabrina Deutschmann, Gründerin und Inhaberin von Löwenmut. Der Reinerlös aller Tickets wird an den Sterntalerhof und an „Von Mama zu Mama Oststeiermark“ gespendet.

Im Fokus standen bei den Erziehungsberechtigten, Lehrenden und Kindern das Thema „Mobbing“ und die Frage: Wie kann man sich verhalten, um es gar nicht erst dazu kommen zu lassen? Die Antwort: Indem das Kind lernt, zu handeln. Mobbing kann durch aktives Einschreiten vorgebeugt werden. Dazu gehören etwa Grenzen aufzeigen, eine Situation verlassen, oder Hilfe holen – egal, wie unangenehm das in dem Moment auch sein mag, so Deutschmann.

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Vergangenen Sonntag fand im Forum Kloster in Gleisdorf die Veranstaltung „Löwenmut statt Mobbing“ statt.
Vergangenen Sonntag fand im Forum Kloster in Gleisdorf die Veranstaltung „Löwenmut statt Mobbing“ statt. © KLZ / Veronica Schulz

„Ich verhalte mich anders, wenn ich weiß, dass ich agieren darf“, erklärte sie. Durch Mitmachübungen lernten Kinder Ungerechtigkeiten, Beleidigungen oder Angriffe nicht einfach hinzunehmen. „Resilienz ist ein Muskel, der darf jeden Tag trainiert werden.“

Wesentlich für die Prävention sei auch die Gefühlsregulation. Sie ist wichtig für die Kinder, die gemobbt werden, aber eigentlich auch für die Kinder, die andere mobben. „Wir denken nicht in Täterinnen und Tätern“, erklärte Deutschmann, „Kinder werden nicht so geboren. Sie erleben Ungerechtigkeiten in einem anderen Setting selbst und tragen sie weiter.“

Löwenmut soll als Gegenaktion wirken. „Ein Kind, das bei uns ein Training gemacht hat, trägt das Wissen an Freunde und andere Personen weiter“, ist Deutschmann überzeugt. Auch die über 100 Trainerinnen und Trainer, die durch Löwenmut bereits ausgebildet wurden, verbreiten das Wissen bereits in Österreich, Deutschland, Luxemburg und der Schweiz.