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SPÖ: Wie die steirischen Genossen den Abgang von Babler bewerten

Die Bundes-SPÖ versucht, sich neu aufzustellen. In der Steiermark werden die Personalentscheidungen etwa vom Leobener Bürgermeister Wallner mit gemischten Gefühlen aufgenommen.

Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher
© Klz / Stefan Pajman
Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher

Andreas Babler hat in einem Wiener Innenstadt-Hotel am Sonntagabend das weitere Vorgehen in der Führungsdebatte der SPÖ verkündet. Er wird 2027 den Vizekanzlerposten an Finanzminister Markus Marterbauer übergeben. Frauenministerin Eva Maria Holzleitner und Klubchef Philipp Kucher werden geschäftsführend dann auch den Parteivorsitz übernehmen – mehr dazu hier.

Der steirische SPÖ-Chef Max Lercher hält das Ergebnis vom Sonntag nicht für eine „absolute Vorzeigelösung, aber es war unter den gegebenen Rahmenbedingungen der einzig machbare Schritt, um den Dauerkonflikt und die Blockade innerhalb der SPÖ zu beenden“. Dieser „mühevolle Kompromiss ist zumindest eine Chance, um die gestern von den Landesparteivorsitzenden hart erbauten Brücken zu erhalten und der SPÖ wieder Ordnung und Handlungsfähigkeit zu geben. Das Ziel muss jetzt ganz klar sein, nämlich endlich wieder für die Bevölkerung da zu sein und sich nicht mehr mit Egos und Befindlichkeiten zu beschäftigen.“ Wenn alle neun Länder, die FSG und die SPÖ-Frauen an einem Strang ziehen, bringe das Stabilität. Die Verhältnisse im Bund seien nun sortiert.

Leobens Bürgermeister Kurt Wallner meinte in einer ersten Reaktion zur neuen Dreierspitze der Bundespartei: „Man wird sich was dabei gedacht haben.“ Es sei von Anfang an klar gewesen, dass man Babler einen gesichtswahrenden Abgang bescheren wollte. „Auch Markus Marterbauer als beliebtestes Regierungsmitglied in die Lösung einzubinden, klingt vernünftig.“ In Bezug auf die Rolle von Holzleitner und Kuchar müsse man noch Details abwarten, so Wallner gegenüber der Kleinen Zeitung.