KAC-Lazarett wird immer größer
Ohne fünf Stammkräfte im Sturm reisen die Rotjacken nach zwei Niederlagen in Folge nach Linz und wollen dort auf die Siegerstraße zurückkehren.
Nach fünf Siegen in Serie zum Meisterschaftsauftakt der ICE-Liga sind die Rotjacken zuletzt in ein kleines Tief gefallen und wurden nach der klaren 0:4-Niederlage in Bozen am Freitag auch von der Tabellenspitze gestürzt. Mangelte es im Heimspiel gegen Milano (2:4) noch an der Effizienz vor dem gegnerischen Tor, waren in Südtirol eher die fehlende Energie und eine merkbare Müdigkeit ausschlaggebend für die Niederlage. „Wir hatten in Bozen ganz einfach nicht genug im Tank, kamen nie richtig in Schwung. Die Südtiroler hatten mehr Spielfreude und Tempo“, resümierte Kirk Furey.
Dass der KAC diesen Umstand heute in Linz ändern kann, dürfte sich jedoch schwierig gestalten. Denn dem Trainer fehlen gegen die Black Wings nicht weniger als fünf Stürmer im Line-up. Neben den Langzeitverletzten Hudson und Hochegger fehlen weiterhin auch noch Schwinger und Mursak.
Dazu gesellt sich seit Freitag auch noch Matt Fraser. Der 36-jährige Routinier verletzte sich in Bozen gegen Ende des zweiten Drittels (Unterkörper) und wird am Montag genauer untersucht. Im Hinblick auf die bevorstehenden „englischen Wochen“ wird die personelle Situation also immer prekärer.
Dennoch ist man im rot-weißen Lager optimistisch, dass in Linz der Turnaround gelingen kann. „Die Black Wings haben sich im Sommer punktuell gut verstärkt, mit ihrem Publikum im Rücken ist das nie eine leichte Aufgabe. Wir müssen definitiv wieder direkter nach vorne spielen, den Puck schnell aus der eigenen Hälfte bewegen. Dann wird der Puck auch wieder für uns hupfen“, weiß David Waschnig.