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Houthi: 94 Angriffe Saudi-Arabiens im Jemen

Blick über Sanaa
© APA/AFP/Mohammed HUWAIS
Blick über Sanaa

Die Houthi-Miliz hat Saudi-Arabien vorgeworfen, binnen 24 Stunden 94 Angriffe auf von ihr kontrollierte Gebiete im Jemen ausgeführt zu haben, darunter die Hauptstadt Sanaa. Bei den Angriffen habe es Tote und Verletzte gegeben, sagte Houthi-Sprecher Yahya Saree am Freitag, ohne Zahlen zu nennen. Die Zahl der saudischen Angriffe auf Houthi-Stellungen seit Beginn der jüngsten Kämpfe liege inzwischen bei 1.350, erklärte die vom Iran unterstützte Miliz.

AFP-Korrespondenten hatten am Donnerstagabend in Sanaa drei heftige Explosionen gehört. Zuvor hatten beide Seiten von Dutzenden Toten bei Gefechten nahe der Stadt Taiz im Südwesten des Jemen berichtet. In den vergangenen 24 Stunden seien dort 55 regierungsfeindliche Kämpfer getötet worden, verlautete am Freitag aus Houthi-Militärkreisen. Aus Regierungskreisen hieß es gegenüber AFP, 26 Soldaten der Regierungstruppen seien getötet worden.

Rund um die Großstadt Taiz, die unter der Kontrolle der Regierungstruppen steht, hatte es zuletzt heftige Kämpfe gegeben. Den Houthi ist es bisher nicht gelungen, die drittgrößte Stadt des Landes einzunehmen.

Die Houthi-Miliz kontrolliert seit Jahren weite Teile des Jemen, darunter Sanaa. Zuletzt übernahm sie nach einer Blitzoffensive die Kontrolle über große Teile der Küste an der strategisch und wirtschaftlich wichtigen Meerenge Bab al-Mandab. Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition unterstützt die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die Houthi.

Nach Beginn des Iran-Kriegs vor sieben Monaten war auch der Konflikt im Jemen wieder eskaliert. Zuletzt nahmen die gegenseitigen Angriffe der verfeindeten Lager deutlich zu.