Elisabethinen eröffnen ihren Neubau in Graz um 60 Millionen Euro
Mega-Projekt in der Grazer Spitalslandschaft ist abgeschlossen: Die Elisabethinen haben alle ihre medizinischen Fachbereiche in der Elisabethinergasse konzentriert.

Es waren jahrelange Planungen und Vorbereitungen und Bautätigkeiten, die nun auch ganz offiziell abgeschlossen sind: Schwester Bonaventura Holzmann konnte als Geschäftsführerin den Neu- und Zubau der Elisabethinen Graz in der – natürlich – Elisabethinergasse eröffnen und dabei zahlreiche Ehrengäste begrüßen. Das Projekt war mit 60 Millionen budgetiert und bringt eine Neuordnung in der Grazer Gesundheitsversorgung: Nach dem Auszug aus Eggenberg sind nun erstmals sämtliche medizinischen Fachbereiche des Krankenhauses an einem Standort vereint.
222 Betten – um 35 mehr als bisher –, moderne ambulante und tagesklinische Angebote sowie eine österreichweit besondere Krankenhausarchitektur in Holzbauweise schaffen die Grundlage für eine zeitgemäße und zukunftsorientierte Versorgung, betont man seitens der Elisabethinen. Alt- und Neubau haben nun eine Fläche von 36.000 Quadratmetern.

„Mit der Zusammenführung unserer Fachbereiche an einem Standort schaffen wir nicht einfach zusätzliche räumliche Kapazitäten“, sagt der zweite Geschäftsführer Christian Lagger. „Wir schaffen vor allem neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Medizinische, pflegerische und therapeutische Kompetenzen können noch enger ineinandergreifen.“
Elisabethinen neu: Schwerpunkt auf Alterspsychiatrie
Eine besondere Bedeutung kommt künftig der Alterspsychiatrie zu. Dafür sind 75 Betten vorgesehen. Gerade bei älteren Menschen greifen körperliche, neurologische, psychische und soziale Faktoren häufig ineinander. Kurze Wege zwischen Medizin, Pflege, Therapie, Diagnostik und weiteren Berufsgruppen sollen dazu beitragen, Patientinnen und Patienten möglichst ganzheitlich zu begleiten.
Eine besondere Herausforderung stellte die Umsetzung des gesamten Projekts bei laufendem Krankenhausbetrieb dar. Über mehrere Jahre mussten Bauabschnitte, Raumrochaden, technische Arbeiten und Übersiedelungen so koordiniert werden, dass die medizinische Versorgung durchgehend aufrechterhalten werden konnte.