Neue Polizeiinspektion Trieben als „Vermächtnis für einen Mann“
Die neue PI in Trieben wurde am Freitag eröffnet. Gewürdigt wurde dabei mit Harald Kettner ihr einstiger Kommandant, der 2023 von einem Kollegen im Dienst getötet worden war.

„Das heute ist mehr als die Eröffnung einer Polizeiinspektion, es ist ein Vermächtnis. Ein Vermächtnis für einen Mann: Kontrollinspektor Harald Kettner.“ Mit diesen Worten begann Innenminister Gerhard Karner am Freitagvormittag seine Rede bei der offiziellen Inbetriebnahme der neu errichteten Polizeiinspektion (PI) Trieben.
Gebaut worden ist sie an der Schoberpass Straße (B 113) im Zentrum der Stadt, nicht weit von ihrer in die Jahre gekommenen Vorgängerin entfernt. Kettner, ihr ehemaliger Kommandant, der im Februar 2023 im Dienst von einem Kollegen erschossen worden war, „hat sich dafür engagiert und die ersten Schritte gesetzt“, ergänzte Landespolizeidirektor Gerald Ortner.
Ein Jahr Bauzeit
Die Bauzeit für das Gebäude belief sich auf ein Jahr, die neue PI „erleichtert uns als Belegschaft die polizeiliche Tätigkeit enorm. Mit ihr schlagen wir ein neues Kapitel auf – ein neues und ein positives“, bekräftigte Gerhard Kals, seit Juli 2023 Leiter der Dienststelle. „Und wer die alte Inspektion gekannt hat, weiß, dass uns der Umzug nicht schwer gefallen ist“, ergänzte er schmunzelnd.

Auch Familie anwesend
Mit Triebens Bürgermeister Klaus Herzmaier, Wolfgang Sacherer, Vorstandsdirektor der Wohnbaugruppe Ennstal, und FPÖ-Klubobmann Marco Triller, der in Vertretung von Landeshauptmann Mario Kunasek gekommen war, drückten auch weitere Ehrengäste am Rednerpult ihre Freude über die Eröffnung aus. Gemeinsam mit ihren Vorrednern schnitten sie dann – in Anwesenheit der Familie Kettners – das vor der Eingangstür der Inspektion gespannte Band durch.
Gemeinsam mit Kommandant Kals versehen sieben Polizistinnen und Polizisten den Dienst in Trieben. Ihnen wünschten sämtliche Redner, dass sie „nach dem Versehen ihres Dienstes stets wieder gesund nach Hause kommen“.