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Bei diesem Lavanttaler Windpark wurde ein Windrad gestrichen

Der Baustart für den Windpark Peterer Alpe in Reichenfels ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen, mit vorbereitenden Arbeiten bereits ab Mitte Oktober.

Zu sehen ist eine Visualisierung des Windparks Peterer Alpe
© Kelag
Eine Visualisierung des Windparks Peterer Alpe
Sandra Zarfl
Redakteurin Regionalredaktion Wolfsberg & Völkermarkt

In Reichenfels unweit der steirischen Grenze sollen bald Bauarbeiten für den Windpark Peterer Alpe beginnen. Die weiteren bauvorbereitenden Arbeiten beginnen voraussichtlich Mitte Oktober. Der Baustart ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen. Hinter dem Projekt stehen der größte österreichische private Windparkbetreiber „ImWind“ sowie der Energiedienstleister Kelag.

Sieben statt acht

Nun wurde eine Änderung im Projekt bekannt. Es werden nämlich sieben statt acht Windräder auf der Peterer Alpe gebaut. „Aufgrund der langen Verfahrensdauer und zwischenzeitlich geänderter raumordnungsfachlicher Rahmenbedingungen bestand die Notwendigkeit, das Windpark-Layout geringfügig anzupassen“, informiert Kelag-Pressesprecher Josef Stocker. Einzelne der ursprünglich genehmigten Anlagentypen seien mittlerweile nicht mehr verfügbar. Diese wurden daher im Zuge der technologischen Weiterentwicklung durch moderne Anlagen ersetzt, „die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen als gleichwertig einzustufen sind“.

Kelag-Pressesprecher Josef Stocker
© Kelag
Kelag-Pressesprecher Josef Stocker

Die Reduktion der Anlagenanzahl von acht auf nunmehr sieben Windkraftanlagen sei das Ergebnis „einer wirtschaftlichen Optimierung des Projekts“. „Gleichzeitig führt diese Anpassung zu einer geringeren Flächeninanspruchnahme im Vergleich zum ursprünglich geplanten Vorhaben“, so Stocker. Der Windpark Peterer Alpe wird über eine Leistung von 42 Megawatt verfügen und soll pro Jahr Strom für umgerechnet rund 19.000 Haushalte erzeugen.

Nachbargemeinde gab grünes Licht

Auch eine entscheidende Hürde ist gefallen. Denn nun gab auch die Nachbargemeinde Bad St. Leonhard grünes Licht für den Windpark. Für die Energieableitung nämlich auch in der Nachbargemeinde Bad St. Leonhard gegraben werden. Der Gemeinderat hat nun mehrheitlich entschlossen, den Windpark auf der Peterer Alpe in Reichenfels zu unterstützen. In Bad St. Leonhard selbst will man aber weiterhin keinen. Die Gemeinde wird für die 1,3 Kilometer lange Strecke auf ihrem Gemeindegebiet um rund 11 Euro pro Laufmeter entschädigt.

Zum Hintergrund

Der Windpark Peterer Alpe in Reichenfels bewegt das Lavanttal seit Jahren. 2021 ging ein 84 Meter hoher Windmessmast in Betrieb. Die Anlage wurde ein Jahr lang betrieben, um meteorologische Details zu Windgeschwindigkeit, Temperatur und Luftdruck zu liefern. 2022 folgte dann eine Volksbefragung in Reichenfels: „Soll die Marktgemeinde Reichenfels den Ausbau der Windenergie im Gemeindegebiet von Reichenfels im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten unterstützen?“, lautete die Frage. Das Ergebnis: 68,88 Prozent der Bürger stimmten mit „Ja“. 31,12 Prozent waren dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,78 Prozent – das entsprach 620 Personen. Insgesamt waren 1484 Menschen wahlberechtigt.

Im Juli 2024 erhielt das Projekt Windpark Peterer Alpe einen positiven UVP-Bescheid. Im Jahr 2025 kam es dann zur landesweiten Volksbefragung. Die Frage lautete: „Soll zum Schutz der Kärntner Natur (einschließlich des Landschaftsbildes) die Errichtung weiterer Windkraftanlagen auf Bergen und Almen in Kärnten landesgesetzlich verboten werden?“ Acht von neun Gemeinden im Lavanttal stimmten mit „Ja“. Somit kam es auch in Reichenfels zu einem Meinungsumschwung. Heuer hat das Bundesverwaltungsgericht mit einer Erkenntnis das Urteil für den Windpark Peterer Alpe in der Marktgemeinde Reichenfels bestätigt.