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EIn Todesopfer bei Überflutungen auf Kreta

Kreta und andere Inseln von schweren Überflutungen getroffen
© APA/AFP/Costas METAXAKIS
Kreta und andere Inseln von schweren Überflutungen getroffen

Auf der griechischen Insel Kreta ist infolge heftiger Regenfälle ein Mensch ums Leben gekommen. Wie griechische Medien berichteten, wurde am Donnerstag in einer Schlucht in Karines in der Region Rethymno die Leiche eines seit Mittwoch vermissten, 79 Jahre alten Hirten gefunden. In Heraklion habe die Feuerwehr ein Paar gerettet, das bei Überflutungen von den Wassermassen fortgerissen und verletzt worden sei, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur ANA.

Die kretischen Behörden raten den Menschen auf der bei Touristen beliebten Insel seit Mittwoch, wegen des Wetters Fahrten möglichst zu vermeiden. Der griechische Regierungssprecher Pavlos Marinakis sagte, in Teilen von Kreta seien mehr als 150 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Wegen des Extremwetters befinde sich die Urlaubsinsel seit Mittwoch und noch bis Sonntag "im Zustand vollständiger Mobilisierung".

Besonders stark betroffen waren von den Unwettern laut Zivilschutz die Regionen Rethymno, Heraklion und Lasithi. In mehreren Orten wurden Straßen durch Trümmerteile blockiert, die von den Wassermassen dorthin gespült worden waren. Einige Gemeinden meldeten laut ANA größere Schäden.

In den Insel-Städten Chania und Rethymno blieben die Schulen am Donnerstag vorsorglich geschlossen. Der Bürgermeister der Gemeinde Mylopotamos in der Region Rethymno, Giorgos Klados, beschrieb die Lage als "dramatisch". "Ich bin 50 Jahre alt und kann mich nicht daran erinnern, dass so etwas je vorgekommen wäre", sagte er der Nachrichten-Website cretalive.gr.

Am Mittwoch hatte die Feuerwehr bereits wegen der Lage auf den Ägäis-Inseln Paros und Mykonos Alarm geschlagen. Wie auf von örtlichen Medien und in Online-Netzwerken veröffentlichten Bildern zu sehen war, waren auf den beiden Ferieninseln Straßen überflutet. Autos wurden demnach von Schlammmassen mitgerissen.

In der griechischen Hauptstadt Athen herrschte derweil starker Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 88 Stundenkilometern. In der Folge konnten an zwei der drei großen Häfen der Stadt, Rafina und Lavrio, keine Ägäis-Fähren ablegen.