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Nach Widerstand: Perchauer Eck wird nicht Zone für Windkraft

Gegen geplantes Windkraftprojekt im Bezirk Murau regte sich Widerstand. „Perchauer Eck“ wird nicht Teil des Sachprogramms Energie.

Das Windparkprojekt im Bezirk Murau verschwindet von der Bildfläche des Landes (Sujet)
© APA / Harald Schneider
Das Windparkprojekt im Bezirk Murau verschwindet von der Bildfläche des Landes (Sujet)

Das „Perchauer Eck“ wurde aus dem Sachprogramm Wind gestrichen. Die steirische Landesregierung widmete sich am Donnerstag, 1. Oktober, neuen Zonen und Erweiterungen für Wind- und Sonnenenergie: Das „Perchauer Eck“ ist nicht dabei. Im Bezirk Murau wird diese Entscheidung vielerorts mit Erleichterung aufgenommen.

Bereits im Vorfeld hatte sich deutlicher Widerstand gegen eine Verordnung als Eignungszone formiert. Rund 350 Einwendungen wurden beim Land Steiermark eingebracht (wir berichteten). Kritisiert wurden mögliche Auswirkungen auf den Naturpark Zirbitzkogel-Grebenzen, die Tier- und Pflanzenwelt sowie Veränderungen des Landschaftsbildes. Auch der Gemeinderat von Scheifling sprach sich einstimmig gegen das Vorhaben aus. Befürworter fand das Projekt natürlich bei den Projektwerbern.

„Gute Nachricht“

Dass das Perchauer Eck „aus dem Programm genommen wurde“, freut den freiheitlichen Landtagsabgeordneten und Bürgermeister von St. Peter am Kammersberg, Alexander Putzenbacher: „Das ist eine gute Nachricht für den Bezirk Murau. Einwendungen, überwiegend aus der unmittelbar betroffenen Region, und ein einstimmiger Beschluss des Scheiflinger Gemeinderates gegen das Projekt haben eine deutliche Sprache gesprochen. Die Landesregierung hat diese Stimmen gehört und entsprechend gehandelt“, so Putzenbacher per Aussendung. Und: „Wir bekennen uns zum Ausbau erneuerbarer Energien – aber mit Hausverstand und dort, wo es tatsächlich Sinn macht.“

Übrigens: Schon einmal stieß ein geplantes Projekt in dieser Gegend auf massiven Widerstand (wir berichteten) und scheiterte.

Für Aufmerksamkeit sorgte das Projekt auch, da Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom zu den Grundstückseigentümerinnen am Perchauer Eck zählt. Sie betonte stets, dass sie keine persönlichen Interessen in der Sache verfolge, grundsätzlich aber eine Befürworterin der Windenergie sei.