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Tanken in Slowenien: „Man erspart sich ziemlich viel“

Der Preisunterschied ist für viele ein wesentlicher Grund, die Grenze zu überqueren.

Tankstelle in Slowenien
© Rosina Katz-Logar
Tankstelle in Slowenien
Rosina Katz-Logar

Ein paar Kilometer über die Grenze, in Prevalje, und schon bleiben mehrere Euro im Geldbörsel. Für zahlreiche Autofahrer aus Kärnten gehört das Tanken in Slowenien mittlerweile zum Alltag. Der Grund ist der günstigere Spritpreis.

Viele verbinden den Tank-Stopp gleich mit einem Einkauf und nehmen dafür auch einen zusätzlichen Weg in Kauf. „Ich erspare mir jedes Mal zwischen fünf und sechs Euro, das ist schon viel Geld“, sagt Karl Ammer aus St. Stefan im Jauntal.

Karl Ammer aus St. Stefan im Jauntal
© Rosina Katz-Logar
Karl Ammer aus St. Stefan im Jauntal

Für ihn ist der Preisunterschied ein wesentlicher Grund, den Tank-Stopp nach Slowenien zu verlegen. Auch über die allgemeine Preisentwicklung ärgert er sich: „Der Sprit kostet viel, jetzt kommt noch die Paketsteuer dazu.“ Ähnlich sieht es Wolfgang aus Feistritz ob Bleiburg/Bistrica pri Pliberku.

Wolfgang aus Feistritz ob Bleiburg
© Rosina Katz-Logar
Wolfgang aus Feistritz ob Bleiburg

Er findet die derzeitige Situation „nicht richtig“ und verweist darauf, dass Autofahrer in Österreich stark zur Kasse gebeten würden. Andere Befragte äußern ebenfalls Unverständnis über die hohen Preise und die politischen Entscheidungen.

Vida Paulitsch aus Ebriach 
© Rosina Katz-Logar
Vida Paulitsch aus Ebriach 

Für viele ist der Tank-Stopp längst mehr als nur ein kurzer Halt an der Zapfsäule. Vida Paulitsch aus Ebriach verbindet die Fahrt mit einem Einkauf: „Ich habe noch einen Weg und verbinde einen Einkauf mit dem Tanken.“ Heute habe sie um rund 60 Euro getankt.

Ahmed aus Klagenfurt
© Rosina Katz-Logar
Ahmed aus Klagenfurt

Auch Ahmed aus Klagenfurt nutzt die Gelegenheit, um für seine Familie einzukaufen. „Ich tanke hier und kaufe für die Familie ein. Der Preis ist sehr gut“, erzählt er.

Simon aus Bleiburg
© Rosina Katz-Logar
Simon aus Bleiburg

Simon aus Bleiburg/Pliberk kommt regelmäßig über die Grenze. „Ich tanke oft hier. Man erspart sich ziemlich viel“, sagt er. Da er viel mit dem Auto unterwegs ist, mache sich die Ersparnis über den Monat gerechnet bemerkbar.

Daniel Fürst aus Bayern
© Rosina Katz-Logar
Daniel Fürst aus Bayern

Der Preisunterschied lockt nicht nur Kärntner über die Grenze. Daniel Fürst aus Bayern war auf der Durchreise und nutzte die Gelegenheit, um in Slowenien vollzutanken. Rund 60 Liter gingen in den Tank. Anschließend führte seine Fahrt über Maribor weiter. Auch Marjeta aus Slovenj Gradec sieht die Preisentwicklung kritisch: „Der Preis ist noch immer zu hoch.“

Marjeta aus Slovenj Gradec
© Rosina Katz-Logar
Marjeta aus Slovenj Gradec

Gleichzeitig meint sie, Slowenien reguliere die Preise besser. Sie hofft auf weitere Senkungen. Für Maria Kügler aus Kühnsdorf ist der günstigere Sprit allein allerdings kein Grund für eine eigene Fahrt über die Grenze. Sie verbindet den Besuch mit einem anderen Weg: „Extra von Kühnsdorf hierher zu fahren, rentiert sich nicht.“ Wenn sie aber ohnehin unterwegs sei, nehme sie den günstigeren Tankpreis gerne mit.

Aktuelle Tankpreise im Vergleich (2. Oktober 2026, in Euro pro Liter)

Beispiel Lagerhaus Lavamünd

Diesel: 2,100 (Durchschnitt Kärnten: 2,114; am billigsten: Rudolf, Völkermarkt: 1,999)
Super 95: 1,783 (Durchschnitt Kärnten: 1,810; am billigsten: F. Leitner, Villach: 1,752)

Beispiel OMV Dravograd (einheitlich in Slowenien)

Diesel: 1,929
Super 95: 1,760

Quellen: ÖAMTC, www.kjejegorivo.si, www.spritbiene.at

© Rosina Katz-Logar

Einig sind sich die Befragten vor allem in einem Punkt: Der Preisunterschied wird genau beobachtet. Wer ohnehin in Grenznähe unterwegs ist oder einen Einkauf damit verbinden kann, sieht im Tank-Stopp in Slowenien eine Möglichkeit, die Haushaltskasse zu entlasten