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Wird der „Weg der Liebe“ der schönste Platz Österreichs?

Für die ORF-Show „9 Plätze 9 Schätze“ wurde der Wanderweg auf der Millstätter Alm nominiert. Zwei weitere Plätze aus Kärnten wollen ins Bundesfinale. Abgestimmt werden kann bis 6. Oktober.

Der Weg der Liebe, Sentiero dell' Amore,, wurde für 9 Plätze, 9 Schätze nominiert
© Mbn/Franz Gerdl
Der Weg der Liebe, Sentiero dell' Amore,, wurde für 9 Plätze, 9 Schätze nominiert
Martina Pirker-Tragatschnig
Regionalredaktion Oberkärnten-Osttirol

Romantischer kann eine Almwanderung kaum sein. Mit ständigem Blick auf den Millstätter See, führt der „Weg der Liebe“, italienisch „Sentiero dell‘ Amore“, sieben Kilometer über den Rücken der Millstätter Alm. Ausgangspunkt ist die Alexanderhütte, als lohnendes Ziel erreicht man das Granattor. Dieser „Weg der Liebe“ wurde neben dem Bleistätter Moor und dem Griffner Schlossberg für die ORF-Show „9 Plätze 9 Schätze“ nominiert. Von 2. Oktober (19 Uhr) bis 6. Oktober (24 Uhr) kann man anrufen und mitentscheiden, mit welchem Ort das jeweilige Bundesland in der Show vertreten sein soll. 

So stimmen Sie ab

Das Telefon-Voting ist rund um die Uhr möglich. Mittels Anruf oder SMS (50 Cent) kann man für den Favoriten abstimmen. Am 8. Oktober stehen dann die neun bundesweiten Finalisten fest. Die Telefonnummern werden ab 2. Oktober bekannt https://tv.orf.at/9plaetze gegeben.

In Millstatt und in der Tourismusregion „Millstätter See-Bad Kleinkirchheim-Nockberge“ (MBN) ist die Freude über die Nominierung groß. MBN-Pressesprecherin Marlies Glatz hofft, über die Social-Media-Kanäle viele Nutzer zum Abstimmen bewegen zu können. Sie ist überzeugt, dass der Weg das Potenzial zum Sieg hat: „Der Weg der Liebe befindet sich inmitten der Nockberge, deren außergewöhnliche Schönheit selbst von der Unesco gewürdigt wurde. Während des Wanderns offenbart sich ein atemberaubender Blick auf den Millstätter See. Es ist der einzige Weg Österreichs, auf dem die Liebe im größten Granatvorkommen der Alpen buchstäblich im Berg steckt. Verfeinert durch Gastfreundschaft und regionale Kulinarik auf der Schwaigerhütte, Alexanderhütte, Millstätter Hütte und Lammersdorfer Hütte spielen nirgendwo sonst See, Berg, Romantik und authentische Almkultur so einzigartig zusammen.“

Sieben Stationen laden entlang des Sentiero dell‘Amore zum Rasten ein
© Mbn/Franz Gerdl
Sieben Stationen laden entlang des Sentiero dell‘Amore zum Rasten ein

Bei der Alexanderhütte (1786 Meter), dem Ausgangspunkt des Weges, steht eine Tafel, die „Wall of love“, auf der man folgende Frage beantworten kann: „Was ist das Verrückteste, das du jemals aus Liebe getan hast?“ Eingestimmt auf den Pfad der Liebe geht es über sieben Stationen und sieben Bücher, in die man seine Gedanken zur Liebe eintragen kann, drei Stunden bis zum Granattor (2066 Meter). Das von Bildhauer Michael Printschler geschaffene Tor wurde 2009 errichtet und erzählt auf den Flächen des Portals die Geschichte des Edelsteins Granat. Er wurde auf der Millstätter Alpe abgebaut und wird auch „Stein der Liebe“ genannt.

Das Granattor unterm Sternenhimmel
© Mbn/Gert Perauer
Das Granattor unterm Sternenhimmel

Die rund 280 Höhenmeter sind leicht erwanderbar, das Panorama ist überwältigend. Bei klarer Sicht tun sich die Hohen Tauern, die Karnischen und Gailtaler Alpen sowie die Karwanken auf. Wanderer sehen Kärntens bekannteste Gipfel, wie Goldeck, Dobratsch, Triglav und sogar den Großglockner. Hinter dem Weg der Liebe steht übrigens folgende Geschichte, die von der MBN lanciert wird: „Als sich Alexander Pupovac, Hof- und Gerichtsadvokat in Wien, um 1900 in die junge Witwe Rainer aus Millstatt verliebte, erwarb er mit der späteren Heirat auch die heutige Alexanderalm. Damals hatten Paare wenig Gelegenheit, ihre Gefühle – und schon gar nicht in der Öffentlichkeit – füreinander zu zeigen. Da bot sich ein Spaziergang über die Almgründe während der mehrwöchigen Sommerfrische am See geradezu an.“ Jetzt heißte es, abzustimmen, damit es der Weg der Liebe am 26. Oktober ins Finale schafft.