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Irans Armee verspricht Preisgeld für getötete US-Soldaten

Die iranische Armee hat ein hohes Preisgeld für getötete oder gefangen genommene US-Soldaten in Aussicht gestellt. Wer einen amerikanischen Soldaten, der als Angreifer iranisches Staatsgebiet betritt, tötet und dessen Leichnam übergibt oder ihn gefangen nimmt, werde belohnt, sagte Armeesprecher Amir Akraminia in einem Interview am Dienstag. Männer sollen umgerechnet etwa 17.500 Euro erhalten, Frauen 35.000 Euro. Die Regierung prüft indes einen neuen Verhandlungsvorschlag.

Ende Februar hatten die USA und Israel ihren Krieg gegen den Iran begonnen und das Land massiv aus der Luft bombardiert. Der Konflikt ist bis heute nicht gelöst und Verhandlungen stecken seit Monaten in der Sackgasse. Streit gibt es vor allem um die für den weltweiten Energiehandel wichtige Straße von Hormuz. Spekulationen gab es immer wieder auch über einen begrenzten Bodeneinsatz des US-Militärs.

Der Iran prüft Regierungsangaben zufolge unterdessen einen Verhandlungsvorschlag aus den USA. Nach seiner Rückkehr aus den USA habe Außenminister Abbas Araqchi eine Antwort aus Washington auf einen jüngsten Vorstoß im Streit um die Straße von Hormuz Präsident Masoud Pezeshkian und dem Kabinett präsentiert, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna.

Araqchi hatte dem Bericht zufolge am Rande der UNO-Generalversammlung in New York mit zahlreichen Vertretern über den festgefahrenen Konflikt gesprochen. Der Minister traf sich auch mit Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Aktuell vermittelt vor allem der Golfstaat Katar.

Vor wenigen Tagen hatte US-Präsident Donald Trump einem iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der für Erdöl-Lieferungen wichtigen Straße von Hormuz zunächst eine Abfuhr erteilt. Der Iran hatte zuvor Bedingungen gestellt. Laut dem "Wall Street Journal" soll dazugehören, dass die USA ihre Seeblockade aufheben.