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Russland verlängert Exportverbot für Diesel bis Ende Oktober

Russland verschärft mit der Verlängerung seines Exportverbots für Diesel die angespannte Lage auf dem globalen Energiemarkt. Das Ausfuhrverbot für Kraftstoffhersteller gelte nun bis Ende Oktober, teilte die russische Regierung am Mittwoch mit. Die Maßnahme dürfte den Druck auf den globalen Energiemarkt weiter erhöhen, der bereits durch die anhaltenden Konflikte in Nahost und Lieferengpässe belastet ist.

Kraftstoffpreise weltweit stark gestiegen
© APA/FLORIAN WIESER
Kraftstoffpreise weltweit stark gestiegen

Mit den wiederholten Ausfuhrbeschränkungen für Benzin und Diesel will die russische Regierung die steigenden Kraftstoffpreise im eigenen Land eindämmen und Engpässe bekämpfen. Diese wurden durch ukrainische Drohnenangriffe auf Ölraffinerien ausgelöst. Bereits Ende August hatte Moskau das Exportverbot für Diesel bis Ende September verlängert. Lieferungen an Länder wie ehemalige Sowjetrepubliken und die Mongolei im Rahmen von Handelsabkommen sind davon jedoch ausgenommen.

Russland ist normalerweise der zweitgrößte Dieselexporteur der Welt nach den USA. Die Führung in Moskau hatte die Ausfuhren bereits im Sommer vor der Verhängung des Verbots reduziert, da durch die ukrainischen Drohnenangriffe auf Ölanlagen die Produktionskapazitäten eingeschränkt wurden und es in Russland zu Versorgungsengpässen an den Tankstellen kam.

Weltweit sind die Kraftstoffpreise im Zuge des von den USA und Israel begonnenen Kriegs gegen den Iran stark gestiegen. In den USA erreichten die Dieselpreise Rekordwerte von mehr als 6,50 Dollar (5,72 Euro) pro Gallone (3,8 Liter), was als politisches Risiko für US-Präsident Donald Trump bei den anstehenden Zwischenwahlen gilt. Auch in Österreich, Deutschland und Großbritannien wurden wegen des Iran-Kriegs Rekordpreise für Diesel gemeldet.