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440 Festnahmen bei Schülerprotesten in Frankreich

Bei den teils gewaltsamen Schülerprotesten in Frankreich sind am Dienstag nach Angaben der Regierung 440 Menschen festgenommen worden, überwiegend Minderjährige. Das Bildungsministerium meldete zugleich 31 Verletzte unter Schülern und Beschäftigten. Mindestens zehn Beschäftigte des Bildungswesens seien verletzt worden, erklärte Bildungsminister Édouard Geffray. Laut Bildungsministerium waren am Dienstag insgesamt 416 Schulen von Protesten oder Störungen betroffen.

Students gather around bins piled at the entrance as they carry out a blocking protest at the Gabriel Guist'hau secondary school during a day of nationwide public sector strikes and demonstrations, in Nantes, western France, on September 29, 2026. Public sector workers, including firefighters, hold a one-day strike and demonstrations across France on September 29 in response to a call from a broad inter-union coalition, with the aim of putting pressure on the government two days before the presentation of the draft budget for 2027. (Photo by Loic VENANCE / AFP)
© APA/AFP
Students gather around bins piled at the entrance as they carry out a blocking protest at the Gabriel Guist'hau secondary school during a day of nationwide public sector strikes and demonstrations, in Nantes, western France, on September 29, 2026. Public sector workers, including firefighters, hold a one-day strike and demonstrations across France on September 29 in response to a call from a broad inter-union coalition, with the aim of putting pressure on the government two days before the presentation of the draft budget for 2027. (Photo by Loic VENANCE / AFP)

Dienstagabend waren demnach noch 338 Schulen betroffen, 45 davon blockiert. In 46 weiteren gab es Blockadeversuche. Die Proteste hatten in der vergangenen Woche im Großraum Paris begonnen und sich anschließend auf andere Landesteile ausgeweitet.

Unter den Verletzten seien ein Lehrer, der im Norden des Landes geschlagen worden sei, sowie ein Schulleiter, der im Département Hauts-de-Seine durch einen Feuerwerkskörper verletzt worden sei, erklärte Geffray im Onlinedienst X. Ein weiterer Schulleiter sei im Département Essonne mit dem Tod bedroht worden. "Diese Gewalt ist unsäglich", schrieb der Minister.

Das Demonstrationsrecht sei eine grundlegende Freiheit, dürfe aber nicht als Rechtfertigung für solche Taten dienen, erklärte Geffray weiter. "Wer sie legitimiert oder in diesem Zusammenhang zur Ausweitung der Blockaden aufruft, bringt unsere Schüler ebenso wie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Gefahr. Das ist unverantwortlich."