Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Der Großglockner half ihr aus einer schweren Lebenskrise

Angelina Pucher kämpfte jahrzehntelang mit Bulimie und Depressionen. In Heiligenblut begann sie ein neues Leben und fand neue Kraft. Ausgestrahlt wird ihre Geschichte am 2. Oktober in Servus TV.

Angelina Pucher unterwegs in den Bergen
© Servus TV/Florian Guthknecht
Angelina Pucher unterwegs in ihren heilsamen Bergen

„Die Natur hat mich gerettet. Und die Entfernung zu meiner Kinderheimat hat mich gerettet“, sagt Angelina Pucher rückblickend. Heute führt die gebürtige Stuttgarterin mit ihrer Familie einen unkonventionellen Biobetrieb mit alten Nutztierrassen in Heiligenblut und wurde für ihr nachhaltiges Konzept zur Biodiversitätsbotschafterin ernannt. Doch ihr Leben war nicht immer so: Jahrzehntelang kämpfte sie mit Magersucht, Bulimie und Depressionen. Im Alter von 15 bis 22 „wusste keiner eigentlich von meiner Krankheit. Ich habe funktioniert“, erzählt sie. Es war ein ständiger Kreislauf aus heimlichem Essen und Erbrechen „und manchmal wieder Abmagern bis aufs Skelett“.

Das Schreiben sei ihre größte Medizin gewesen, bis ihre Eltern einen großen Vertrauensbruch begingen, ihre Tagebücher lasen und sie Rede und Antwort stehen musste. „Ich glaube, sie haben da auch noch immer nicht gecheckt, um was es wirklich geht.“ Als Sennerin kam sie dann nach Oberkärnten und fand am Großglockner jene Kraft, die ihr zuvor gefehlt hatte, um diesen Kreislauf zu durchbrechen. „Mein Opa hat oft gesagt: Horch auf die Stimme der Natur, weil da wirst du Kraft finden, wenn du bei den Menschen keine Kraft mehr findest. Da darfst du so sein, wie du bist.“ In ihrer neuen Heimat gründete Angelina Pucher eine Familie, ist mittlerweile Oma und schreibt.

Angelina Pucher schreibt auch Bücher
© Servus TV/Florian Guthknecht
Angelina Pucher schreibt auch Bücher

Nachhaltigkeit ist ihr ein besonderes Anliegen – auch auf ihrem Sturmhof, der für sie vom Zufluchtsort zur Heimat wurde. Sie wolle vorleben, dass es auch anders geht: „Dass man anders wirtschaften kann. Dass wir nur eine Erde haben. Dass jeder seinen Beitrag leisten kann, damit sich etwas zum Guten ändert.“ Ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte erzählt Pucher in der Heimatleuchten-Dokumentation „Die geheilte Bergbäuerin und der studierte Messerschmied“, zu sehen am Freitag, 2. Oktober, um 20.15 Uhr auf Servus TV.

1 / 2
Angelina Pucher beim Renovieren
Angelina Pucher beim Renovieren © Servus Tv/florian Guthknecht