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Der tiefere Sinn, der Pionierinnen und Pioniere antreibt

Von Gemüse-Vorreiter Manfred Hohensinner bis zu Chocolatier Josef Zotter: Was heimische Pioniere antreibt und was jeder davon lernen kann, haben Anita Tscherne und Michael Weiss in ein Buch gefasst.

Eine Gruppe Menschen steht in Jubelpose vor einer grünen Landschaft
© Purpose Wirkt
Anita Tscherne und Michael Weiss (rechts) mit einigen der im Buch porträtierten „Purpose-Pionieren“
Günter Pilch
Redakteur Bundesland Steiermark / Umwelt

Was haben Menschen wie Hotelierin Ulli Retter, Elisabethinen-Spitalschef Christian Lagger, Ölmühlen-Betreiberin Julia Fandler, Gemüse-Pionier Manfred Hohensinner oder Chocolatier Josef Zotter gemeinsam? Sie alle tragen ein Feuer in sich, „eine stille, schöpferische Kraft, die entsteht, wenn Denken und Fühlen in Einklang kommen.“ So beschreiben es Anita Tscherne und Michael Weiss in ihrem gemeinsamen Buch „Purpose wirkt“. Die beiden Steirer haben für das Werk 15 Führungspersönlichkeiten aus der Steiermark und benachbarten (Bundes-)Ländern über die Schultern geblickt, um zu ergründen, was sie antreibt und was ihr Zugang zur Welt ist.

Herausgekommen ist keine Aneinanderreihung von Kurzporträts, sondern eine umfassende Annäherung an eine Denkwelt, die nicht den kurzfristigen, materiellen Erfolg im Visier hat, sondern gelebte Verantwortung für die Welt. Dieser tiefere Sinn des eigenen Tuns, den Tscherne und Weiss „Purpose“ nennen, eint demnach immer mehr Pionierinnen und Pioniere und stehe jeder Person, ob Führungspersönlichkeit oder nicht, offen. „Mit dem Buch wollten wir entsprechend auch die Frage beantworten, wie man selbst seinen eigenen Purpose findet“, sagt Tscherne. „Es geht um den höheren Lebenssinn, mit dem wir alle auf die Welt kommen.“

Porträtbild von Anita Tscherne und Michael Weiss
© Purpose Wirkt / Brand Images
Beruflich und privat ein eingespieltes Team: Anita Tscherne und Michael Weiss

Keine Esoterik, sondern ein Leben mit Sinn

Ein Zugang, der nichts mit Esoterik zu tun habe, wie die Steirerin, im Brotberuf Leiterin der Grazer Krankenfürsorgeanstalt (KFA), betont. „In diese Ecke wollen wir keinesfalls. Wir wenden uns an all jene, die das Gefühl haben, dass etwas fehlt im Leben, ein Sinn, den sie gerne ausfüllen würden.“ Tscherne bringt dafür 30 Jahre Erfahrung im Gesundheitsmanagement ein, ihr Ehemann Michael Weiss ist ebenso lang als Managementberater tätig und bekannt als Gründer des Hauses der Nachhaltigen Wirtschaft.

Was ist nun der Schlüssel, um Purpose und Durchsetzungskraft zu vereinen? „Es hilft sehr, wenn man sich Dinge, die man erreichen möchte, vorab so vorstellt, als würden sie bereits existieren. So habe ich das auch mit dem Buch gemacht“, rät Tscherne. Doch wie auch immer man es angeht, eines sollte man laut den Autoren vermeiden: „Das Schlimmste ist, in seinem Leben einfach nichts zu machen und zu warten, bis es jemand anderes tut.“

Zum Buch

Anita Tscherne, Michael Weiss. Purpose wirkt. Wie erfolgreiche Pionierarbeit die Welt besser macht. Molden 2026, 256 Seiten.