Autobahn-Rastplatz bei Seeboden soll im November eröffnen
Die Bauarbeiten am Rastplatz Millstätter See an der A10-Tauernautobahn gehen ins Finale. Auch E-Ladestationen sind geplant.
Seit Monaten wurde gebaut, langsam aber doch gehen die Arbeiten am Rastplatz Millstätter See an der Tauernautobahn (A 10) ins Finale. „Geplant ist, den Rastplatz Anfang Novermber aufzusperren“, bestätigt Asfinag-Sprecher Walter Mocnik. Aktuell erfolgen noch finale Arbeiten an der Betondecke bei den Ein- und Ausfahrten. Auch die Asphaltierungsarbeiten der Pkw-Parkflächen stehen noch an, genauso wie die Fertigstellung der Gewässerschutzanlage oder der Innenausbau der Toilettenanlagen.
Ab Mitte Oktober beginnen zudem die Bepflanzungsarbeiten auf der Parkfläche. Einzelbäume sollen versetzt, die nordseitige Dammböschung wieder umfassend aufgeforstet werden. Insgesamt sollen – so hieß es bei Projektstart – rund 2800 Bäume und 1000 Sträucher gepflanzt werden. „Diese Arbeiten beginnen Mitte Oktober und können bis April 2027 dauern“, sagt Mocnik.
E-Ladestationen geplant
Der Rastplatz wird 25 Lkw- und 30 Pkw-Stellplätze haben und damit wesentlich größer sein als der frühere Parkplatz mit zwei Lkw- und 16 Pkw-Stellplätzen. In Zukunft sind auch E-Ladestationen geplant – wie viele, gibt die Asfinag noch nicht bekannt. „Es wird dafür die Stromversorgung mit 20 Kilovolt sowie eine Trafostation für Elektromobilität errichtet, damit von dort die Versorgung sowie die Ladesäulen errichtet werden können“, beschreibt Mocnik das Vorhaben. Allerdings steht ein Konzessionär dafür noch aus. Die Umsetzung soll frühestens 2028 oder 2029 erfolgen.
Insgesamt fließen rund zehn Millionen Euro in das gesamte Projekt, das im Vorfeld von viel Kritik begleitet wurde. Seit 2014 bekämpfte die Bürgerinitiative L(i)ebenswert Seeboden den Ausbau des Rastplatzes. Kritisiert wurde nicht nur die Vernichtung von rund drei Hektar Wald, sondern auch die Vergrößerung des Rastplatzes. Die Bürger befürchteten ein höheres Verkehrsaufkommen und eine hohe Lärm- und Schadstoffbelastung.