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Kindergarten und Schule in Mallnitz erhalten Gütesiegel

Die Nationalpark-Kindergruppe „Tauernzwerge“ und die Volksschule Mallnitz freuen sich über das MINT-Gütesiegel.

Fünf Personen mit einer Auszeichnung
© Helge Bauer
Jonas Claußen (Pädagogischer Leiter Bildungsdirektion Kärnten), Robert Derhaschnig (Bildungsdirektor), Gudrun Batek (MINT-Initiatorin), Elisabeth Ehrengruber (VS- Lehrerin Mallnitz), Wolfgang Gruber (Industriellenvereinigung)

Forschen, ausprobieren, Fragen stellen und Lösungen finden: Was in Mallnitz seit Jahren zum Bildungsalltag gehört, wurde nun erneut österreichweit ausgezeichnet. Kürzlich erhielten sowohl die Nationalpark-Kindergruppe „Tauernzwerge“ als auch die Volksschule Mallnitz das MINT-Gütesiegel. Es zeichnet Bildungseinrichtungen aus, die Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik auf innovative und kindgerechte Weise vermitteln.

Für Mallnitz ist die neuerliche Auszeichnung gleich in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert: Die Tauernzwerge sind der erste Kindergarten im Bezirk Spittal, der das Gütesiegel bereits zum zweiten Mal erhält. Die Volksschule beschäftigt sich schon seit rund zehn Jahren intensiv mit MINT-Bildung und zählt damit zu den Vorreitern im Bezirk.

Sven, Felix, Lena und Svea sowie die Kinder der VS Mallnitz erforschen die Geheimnisse der Biodiversität
© Gudrun Batek
Sven, Felix, Lena und Svea sowie die Kinder der VS Mallnitz erforschen die Geheimnisse der Biodiversität

Mathe-Café und der Forschergeist

Warum diese Form der Bildung heute so wichtig ist, bringt Claudia Mischensky, Geschäftsführerin der Industriellenvereinigung Kärnten, auf den Punkt: „MINT heißt nicht nur Technik und Wissen, sondern vor allem Neugier zu wecken, Talente zu stärken und jungen Menschen zuzutrauen, eigene Lösungen zu finden.“ Genau darum geht es auch in Mallnitz. Kinder sollen Wissen nicht nur aufnehmen, sondern beobachten, experimentieren und Zusammenhänge erkennen. Für Gudrun Batek, Initiatorin der Mallnitzer MINT-Fortbildungen, braucht es dabei gerade jetzt ein Umdenken: „In einer Welt, in der Informationen jederzeit verfügbar sind und künstliche Intelligenz Antworten in Sekunden liefert, müssen wir Bildung neu denken. Kinder brauchen nicht noch mehr auswendig gelerntes Wissen, sondern die Fähigkeit, Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu erkennen und kritisch zu hinterfragen.“

Mallnitz ist zugleich regelmäßig Schauplatz von Fortbildungen für Pädagogen. In Kooperation mit dem IBB in Klagenfurt und der Pädagogischen Hochschule wird gezeigt, wie sich forschendes und entdeckendes Lernen praktisch in den Kindergarten- und Schulalltag integrieren lässt. Auch im Herbst wird dieser Weg fortgesetzt. Im Oktober stehen in Mallnitz zwei Fortbildungen auf dem Programm: Ein Mathe-Café widmet sich dem spielerischen Zugang zur Mathematik. Bei einer weiteren Veranstaltung geht es hinaus in den Nationalpark, wo ein Land-Art-Künstler zeigt, wie sich Naturbeobachtung, Kreativität und Lernen miteinander verbinden lassen. Denn Forschergeist beginnt nicht erst im Labor – manchmal genügt eine Frage, eine genaue Beobachtung oder eine kreative Idee.