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Züge zwischen Bruck und Wien standen wegen Droh-Mail still

ÖBB sprachen eine Reisewarnung „wegen eines Polizeieinsatzes“ aus. Laut Innenministerium war in der Nacht eine Drohmail eingegangen. Situation sei mittlerweile geklärt.

ÖBB sprach eine „Reisewarnung“ aus
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ÖBB sprach eine „Reisewarnung“ aus
Wilfried Rombold
Redakteur Steiermark-Ressort

Reisende, die sich am Montagvormittag mit dem Zug über den Semmering nach Wien aufmachten, mussten ihre Pläne kurzfristig ändern. Der Bahnverkehr zwischen Bruck an der Mur und Wien-Hauptbahnhof wurde komplett unterbrochen. Ein Blick auf die ÖBB-Webseite bzw. Scotty-App gab auch nur wenig Auskunft zu den Hintergründen. Dort hieß es in einer „Reisewarnung“, dass es ab 10 Uhr wegen eines Polizeieinsatzes zu Unterbrechungen zwischen Wien-Meidling und Mürzzuschlag sowie auf der Pottendorfer Linie kommen könnte. Die Dauer des Einsatzes sei nicht absehbar. In einigen Zügen wurden Reisende allerdings informiert, dass es bis Mittag dauern könnte.

Auch am Bahnhof Bruck bekamen die Wartenden unterschiedliche Informationen. Zunächst wurden sämtliche Züge von und nach Wien als „ausgefallen“ angezeigt. Danach gab es Lautsprecherdurchsagen mit der Reisewarnung. Demnach seien „behördliche Sperren“ auf der Strecke nicht auszuschließen. Die verhinderten Bahnfahrer blieben ratlos zurück.

Polizeiliche Maßnahmen an Bahnhöfen

Laut Paul Eidenberger, Ressortsprecher des Innenministeriums, war eine in der Nacht bei mehreren Institutionen eingegangene Droh-Mail Hintergrund für den Polizeieinsatz. Die vage Drohung habe sich gegen „Teile der Südbahn“ gerichtet und erinnere an ähnliche E-Mails gegen öffentliche Einrichtungen in der Vergangenheit. Betroffen gewesen seien die Bundesländer Steiermark, Niederösterreich und Wien. Laut Eidenberger habe es „polizeiliche Maßnahmen“ an Bahnhöfen und entlang der Strecke gegeben, auch der Staatsschutz werde bei Bedrohungen gegen die zentrale kritische Infrastruktur eingebunden. Einige Züge mussten angehalten werden, man habe aber versucht, die Beeinträchtigungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten. Kurz nach 11 Uhr war die Situation wieder bereinigt. Laut ÖBB kann es als Folge der Unterbrechung noch bei einigen Verbindungen zu Verzögerungen kommen.