Steirischer Sicherheitsgipfel: Diesmal geht es um Cyber-Attacken
In der Grazer Burg treffen sich Vertreter der Parteien, der Blaulichtorganisationen und Sicherheitsbehörden. Auch Gefahr durch Extremismus bleibt ein Dauerthema.

Vor der Landtagssitzung am Dienstag treffen die Klubobleute der sechs Landtagsparteien schon am Montagnachmittag in der Grazer Burg aufeinander. Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) und seine Stellvertreterin Manuela Khom (ÖVP) haben alle Fraktionen zum zweiten „Sicherheitsgipfel“ des Jahres geladen. Stand beim letzten Gipfel im Februar noch das Thema Blackout im Zentrum der Vorträge, so geht es diesmal schwerpunktmäßig um die Bedrohungen aus dem Cyberraum.
Ein Experte aus dem Innenministerium wird dabei unter anderem über das Bundesamt für Cybersicherheit berichten, das den öffentlichen Bereich und kritische Einrichtungen in dieser hochkomplexen Materie unterstützen und bei größeren Cyber-Angriffen koordinierend eingreifen soll. Am 1. Oktober nimmt diese neue Behörde offiziell ihre Arbeit auf.
Extremismus: Staatsschutz gibt Lagebericht
Ein Dauerbrenner bleibt auch der Extremismus –von links, rechts und vor allem durch radikale Islamisten. Landespolizeidirektor Gerald Ortner und LSE-Chef Rupert Meixner geben den Anwesenden einen Überblick über die aktuelle Sicherheitslage in der Steiermark und warten auch mit konkreten Beispielen auf. Dass sich die Radikalisierung dabei immer mehr auf Social Media und geschlossene Gruppen im Internet verlagert, ist auch hierzulande zu beobachten. Die Überwachung von bereits bekannten Gefährdern ist eine weitere heikle Aufgabe, die jedoch stark von den personellen Ressourcen beim Verfassungsschutz abhängt.
Die Teilnehmenden
Am großen Tisch im weißen Saal nehmen neben den Politikern wieder Landesamtsdirektorin Brigitte Scherz-Schaar, Militärkommandant Brigadier Heinz Zöllner, ORF-Landesdirektor Gerhard Koch sowie die Spitzen der Blaulichtorganisationen teil: Landesbranddirektor Reinhard Leichtfried und der neue Rotkreuz-Präsident Michael Gruber.