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Zum Geburtstag kam der japanische Botschafter nach Seeboden

Anlässlich eines halben Jahrhunderts lud die Familie Klösch zu einem japanischen Abend in das Bonsai-Museum ein. Die Gäste erlebten Bonsai- und Gartenkunst in höchster Perfektion.

Bürgermeister Thomas Schäfauer, Dagmar Schäfauer, Botschafter Kiminori Iwama sowie Dorothea und Günther Klösch
© Willi Pleschberger
Bürgermeister Thomas Schäfauer, Dagmar Schäfauer, Botschafter Kiminori Iwama sowie Dorothea und Günther Klösch
Martina Pirker-Tragatschnig
Regionalredaktion Oberkärnten-Osttirol

Seeboden verfügt über einen wahren Schatz: Am Bonsaiplatz, Nummer 1, ist im Laufe von 50 Jahren eines der größten Bonsaizentren Europas entstanden. Günther und Dorothea Klösch schufen auf rund 15.000 Quadratmetern eine wunderschöne japanische Gartenanlage sowie eine Ausstellung mit Tausenden Bonsai-Bäumen, die zum Teil über einhundert Jahre alt sind. Der Japanische Botschafter in Österreich, Kiminori Iwama, kam anlässlich des Jubiläumsfestes als Ehrengast und dankte der Familie Klösch für ihr engagiertes Bemühen, die japanische Gartentradition und deren Geschichte auch in Kärnten zu vermitteln.

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Die japanische Gartenanlage der Familie Klösch
Die japanische Gartenanlage der Familie Klösch © Willi Pleschberger

Außerdem würdigte er die großen Verdienste um die Förderung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Österreich und Japan. Diese mündeten 2019 in der Gründung einer Partnerschaft mit der japanischen Stadt Saijō. Den Anstoß dazu gab Günther Klösch durch seine langjährigen Verbindungen nach Japan. 2017 wurden er und das Bonsaimuseum mit dem Orden der aufgehenden Sonne mit goldenen und silbernen Strahlen ausgezeichnet. Diesen prächtigen Orden präsentierte er auch den Festgästen Samstagabend. „Selbst nach 50 Jahren ist meine Freude am Tun ungebrochen“, sagte Klösch, der nie aufhört das Areal samt Gebäuden, Teichen und Steingärten mit großer Leidenschaft weiterzuentwickeln. „Auf ein Heute kommt ein Morgen, und ein Menschenalter reicht nicht aus, um einen fertigen Bonsai zu gestalten. Wir Menschen sind immer nur Diener der Natur, werden aber niemals deren Besitzer sein“, verdeutlichte Klösch seine Philosophie.

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50 Jahre Bonsai-Museum in Seeboden
50 Jahre Bonsai-Museum in Seeboden © Willi Pleschberger

Im Betrieb arbeiten auch die beiden Kinder mit. Sohn Johannes Klösch hat sich neben dem Museum mit einem Gartengestaltungsunternehmen angesiedelt. Tochter Bettina springt ein, wo sie gebraucht wird. Ans Aufhören denkt niemand, die Familie blickt bereits in Richtung 75-Jahr-Jubiläum. Neben Bonsai-Kursen finden jährlich das Hana Matsuri (Blütenfest) und das Herbstfest Shiki Sai Matsuri statt. Dank und Anerkennung sprach auch Seebodens Bürgermeister Thomas Schäfauer Familie Klösch aus. Unter den Gästen waren die Holzindustriellen Christoph und Claudia Kulterer, Pörtschachs Bürgermeisterin Silvia Häusl-Benz, Tourismusbüroleiter Hellmuth Koch und zahlreiche Mantatare der Marktgemeinde. Ein japanischer Koch verwöhnte die Gäste im Anschluss an eine Führung durch die Anlage mit traditionellen Speisen.