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Keuchhusten-Impfung wieder alle zehn statt fünf Jahre

Das Gesundheitsministerium hat vor wenigen Tagen den Österreichischen Impfplan aktualisiert. Darin ist die vor zwei Jahren wegen der vielen Keuchhustenfälle empfohlene Auffrischung der Pertussis-Impfung alle fünf Jahre nun für Unter-60-Jährige wieder auf alle zehn Jahre geändert worden. Die Situation habe sich gebessert, sagte Maria Paulke-Korinek, Leiterin der Abteilung Impfwesen im Ministerium. Die Covid-Impfung sollte ab jetzt aufgefrischt werden, empfahl sie.

Bei Personen ab 60 Jahren weiterhin alle fünf Jahre
© APA/THEMENBILD
Bei Personen ab 60 Jahren weiterhin alle fünf Jahre

Die Grundimmunisierung gegen Keuchhusten (Pertussis) im Säuglingsalter mit Sechsfach-Impfstoffen und zwei Auffrischungsimpfungen im Kindes- und Jugendalter mit Vierfach-Impfstoffen sind kostenlos. Danach sollten die Auffrischungen im Erwachsenenalter im Dreifach-Kombinationsimpfstoff mit Tetanus und Diphtherie wieder alle zehn Jahre erfolgen. Ab dem vollendeten 60. Lebensjahr ist wie bereits früher die Auffrischungsimpfung alle fünf Jahre angeraten.

Im Vorjahr wurden in Österreich 1.913 Keuchhusten-Fälle gemeldet - etwa so viel wie vor der Coronapandemie. 2024 hatte es mit 15.470 Infektionen jedoch einen deutlichen Ausreißer und eine Empfehlung zur rascheren Auffrischung auch für Unter-60-Jährige gegeben.

Keine großen Änderungen gibt es beim empfohlenen Impfschema gegen Covid-19. Die Impfung wird in der Saison 2026/27 weiterhin kostenfrei angeboten und ist für Kinder ab sechs Monaten, Jugendliche und Erwachsene möglich. Ausdrücklich empfohlen ist die Auffrischungsimpfung im Impfplan allen ab zwölf Jahren, "die das Risiko eines möglichen schweren Krankheitsverlaufs reduzieren möchten." Besondere Priorität haben Personen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf sowie alle Personen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr und Personal des Gesundheitswesens.

Die beste Zeit für die Corona-Impfauffrischung sei "jetzt", sagte Paulke-Korinek im Gespräch mit der APA. "Wir erwarten die Welle heuer früher." Auch wer im vergangenen Jahr mit dem Variantenimpfstoff gegen LP.8.1 geimpft worden sei, könne sich mit diesem wieder auffrischen lassen. Die zweite Möglichkeit seien XFG-Vakzine. "Die Varianten LP.8.1 und XFG sind aus immunologischer Sicht sehr nahe verwandt, sodass davon ausgegangen werden kann, dass die Schutzwirkung gegen derzeit zirkulierende Varianten in vergleichbarem Ausmaß gegeben ist", heißt es dazu im aktualisierten Impfplan.

(S E R V I C E - Impfplan 2026/27: www.sozialministerium.gv.at/Themen/Gesundheit/Impfen/impfplan.html )