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Vorsitzwechsel in der SPÖ? Pelinka kündigt an, „Zeiler wird sich in den nächsten Tagen deklarieren“

In den nächsten Tagen werde es nun eine innerparteiliche Diskussion geben, die rasch zu einem Führungswechsel führen könne, kündigte Medienberater Peter Pelinka an.

Der SPÖ-nahe Medienberater Peter Pelinka 2010.
© APA / Georg Hochmuth
Der SPÖ-nahe Medienberater Peter Pelinka 2010.
Von  Anna Wallner, Julia Wenzel und Elisabeth Hofer

Der SPÖ-nahe Medienberater Peter Pelinka hat auf Puls 24 eine Revolution in der Sozialdemokratie angekündigt. Auf die Frage, wie es um die Gerüchte um einen möglichen Wechsel an der SPÖ-Spitze aussieht, sagt er: „Gerhard Zeiler wird sich in den nächsten Tagen öffentlich deklarieren.“ Pelinka steht, wie er bestätigt, im direkten, persönlichen Kontakt mit Zeiler.

Zeiler wird seit einigen Wochen als möglicher Nachfolger von SPÖ-Chef Andreas Babler gehandelt. Dass es in der Partei ordentlich rumort, ist ohnehin kein Geheimnis. Die schlechten Umfragewerte der Partei hatten die Debatte um eine Ablöse an der Parteispitze in den vergangenen Wochen zusätzlich befeuert. Zuletzt reiste Zeiler, der hauptsächlich im Ausland lebt, auch nach Österreich und traf einige Partei-Granden. Zeiler selbst war einst Pressesprecher der SPÖ-Kanzler Sinowatz und Vranitzky, dann Ex-ORF-Generaldirektor und internationaler Medienmanager.

Rascher Führungswechsel?

In den nächsten Tagen werde es nun eine innerparteiliche Diskussion geben, die rasch zu einem Führungswechsel führen könne, sagte Pelinka. Die SPÖ werde das als Chance erkennen. Pelinka selbst hält Zeiler für geeignet, die Partei zu einen und einen Aufschwung für die SPÖ herbeizuführen.

Auch aus anderen Teilen der Partei wird nun bestätigt, dass die Zeichen auf Sturm stünden. Zeiler sei tatsächlich zu einer Kandidatur bereit, heißt es. Die entscheidende Frage ist nun, ob er in den Ländern und den wichtigen roten Teilorganisationen tatsächlich genügend Unterstützer findet.

Pelinka: Zeiler hat Unterstützer in den Ländern

Ein Treffen zwischen Zeiler und Kärntens SPÖ-Landeshauptmann Daniel Fellner soll es laut „Kronen Zeitung“ schon im Juli gegeben haben. Ende August dann auch ein Gespräch mit ÖGB-Chef Wolfgang Katzian. Katzian war in einer einstigen Vorsitzfrage für Christian Kern als Parteichef – und gegen Zeiler. Katzians Vorbehalte sollen mittlerweile aber ausgeräumt worden sein. In roten Gewerkschaftsbüros zeigt man sich nämlich nervös, dass die Grünen die SPÖ in Umfragen bald schon einholen könnten.

Pelinka sprach auf Puls 24 davon, dass Zeiler in den Ländern Unterstützer habe. Laut Informationen ist ironischerweise aber gerade Bablers stärkster Gegner, Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Zeiler gegenüber skeptisch. Im Burgenland gibt man ihm bis heute die Schuld, dass Babler SPÖ-Parteichef wurde. Zeiler hatte 2022 bekanntlich angedroht, aus der Partei auszutreten, wenn Doskozil Parteichef werde. Doch in Doskozils Umfeld dürfte aktuell der Wunsch, Babler so schnell wie möglich abzulösen, überwiegen.