Binnen 48 Stunden: Ölpreis legt um rund zehn Prozent zu
Anhaltende Sorgen über die Lage im Nahen und Mittleren Osten befeuern die Ölpreise wieder kräftig.
Die Ölpreise haben am Donnerstagabend wegen der anhaltenden Sorgen über die Lage im Nahen Osten kräftig zugelegt. Sie bauten damit ihre Vortagsgewinne aus. Ein Barrel (159 Liter) der weltweiten Referenzsorte Brent aus der Nordsee zur Lieferung im November kostete um 20.00 Uhr mit knapp 107 US-Dollar fast vier Prozent mehr als zum Handelsende am Mittwoch. Damit verteuerte sich das Öl in den vergangenen 48 Stunden um rund 10 Prozent.
Am frühen Donnerstagabend hatte der Brent-Preis wegen eines Reuters-Berichts über Gespräche der Kriegsparteien USA und Iran in New York über einen schrittweisen Plan zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz kurzzeitig nachgegeben und war Richtung 104 Dollar gefallen. Doch dieser Effekt hielt nicht lange an. Mit dem aktuellen Niveau näherte sich der Brent-Preis wieder dem am späten Nachmittag erreichten Tageshoch von mehr als 108 Dollar.
Seit Beginn des Jahres ist der Brent-Preis vor allem wegen des Iran-Kriegs um 75 Prozent gestiegen. Mit der aktuellen Notierung liegt der Brent-Preis allerdings noch deutlich unter dem Jahreshoch von etwas mehr als 126 Dollar.
