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Houthi feuern Raketen auf Saudi-Arabien ab

Die proiranische Houthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben Dutzende ballistische Raketen und Drohnen auf Ziele in Saudi-Arabien abgefeuert. Ziel der "präventiven Operation" seien unter anderem Operationszentralen, Kommando- und Kontrollzentren sowie Waffenlager in der saudischen Region Jizan im Südwesten des Landes unweit der jemenitischen Grenze gewesen, teilte der Militärsprecher der Houthi, Yahya Saree, mit.

Immer wieder gegenseitige Attacken
© APA/AFP
Immer wieder gegenseitige Attacken

Saudi-Arabien hatte zuvor mitgeteilt, sechs von den Houthi abgefeuerte ballistische Raketen abgefangen und zerstört zu haben. Die Luftabwehr habe damit Versuche vereitelt, die Städte Taif und Janbu anzugreifen, hieß es.

Die Houthi begründeten die Angriffe mit einer Eskalation saudischer Raketenangriffe auf die Grenzgebiete in den jemenitischen Provinzen Saada und Hajjah. Von Jizan aus sollen zuletzt mehr als 200 Raketen abgefeuert worden sein. Es seien zudem umfangreiche saudische Truppenansammlungen an der Grenze beobachtet worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben allesamt zunächst nicht.

Auch im Jemen selbst wurden die Gefechte fortgesetzt. Mit Saudi-Arabien verbündete Regierungstruppen schossen nach eigenen Angaben eine Drohne der Huthi in der Provinz Taiz im Südwesten des Landes ab. In der Region seien zudem Infiltrationsversuche der Huthi abgewehrt worden. Seit Anfang September kommt es im Süden und Westen von Taiz immer wieder zu Gefechten und gegenseitigem Beschuss.

Der Konflikt zwischen den proiranischen Houthi-Rebellen und der von Saudi-Arabien unterstützten international anerkannten Regierung im Jemen war im Sommer im Zuge des Iran-Kriegs neu entflammt worden. Die Houthi, die seit Jahren die Hauptstadt Sanaa und weitere Gebiete kontrollieren, sind inzwischen auf dem Vormarsch. Nach UNO-Angaben sind seit Anfang September bereits mehr als 130.000 Menschen innerhalb des Landes vor den schweren Gefechten geflohen.