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Ausgebrannt: Mit Duftkerzen 700 Millionen Euro Passiva angehäuft

Der Kerzenhändler PartyLite ist auch in Österreich insolvent. Wegen verkaufter Gutscheine gibt es zahlreiche Gläubiger. Daher sind auch die Verbindlichkeiten enorm hoch. Sie betragen mindestens 700 Millionen Euro.

Duftkerzen von PartyLite
© PartyLite
Duftkerzen von PartyLite

Der Kerzendirektvertrieb PartyLite hat nach Deutschland nun auch in Österreich Konkurs angemeldet. Die PartyLite Handelsgesellschaft, eine Tochter der Schweizer PartyLite Trading S.A. und Teil eines internationalen Konzerns im Bereich Home Decor und Duftprodukte, soll geschlossen werden, wie AKV und KSV mitteilen.

Die Summe der Verbindlichkeiten beträgt laut den Kreditschützern mindestens 700 Millionen Euro. „Gemessen an den Passiva handelt es sich um die größte Wiener Insolvenz im Jahr 2026“, sagt Jürgen Gebauer vom KSV1870.

PartyLite vertrieb unter anderem Duftwachskerzen, unparfümierte Kerzen, Raumdüfte, weitere Wachsprodukte und Zubehör. Der Verkauf lief vor allem über selbstständige Vertriebspartnerinnen und Vertriebspartner sowie über einen Online-Shop. Im August 2026 stellte laut Antrag ein wichtiger IT-Dienstleister wegen offener Forderungen seine Leistungen ein. Dadurch konnten unter anderem Bestellungen und Abrechnungen nicht mehr abgewickelt werden. Der Online-Shop wurde daraufhin geschlossen und der operative Betrieb eingestellt. Als Grund für die finanzielle Lage nennt die Antragstellerin die Entscheidung des US-amerikanischen Konzern-Eigentümers, sich aus dem europäischen Markt zurückzuziehen.

Von der Insolvenz betroffen ist laut AKV und KSV1870 aufgrund von Gutscheinen eine Vielzahl an Gläubigerinnen und Gläubigern. Zum Zeitpunkt der Antragstellung war ein Dienstnehmer beschäftigt.