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Eruptionswolke beim Ätna erreicht vier Kilometer Höhe

An den Gipfelkratern des Ätna herrscht derzeit intensive Aktivität mit Ascheausstoß. Die Asche wird in süd-südöstlicher Richtung verweht und bildet eine Eruptionswolke, die eine Höhe von vier Kilometern erreicht hat. Das Phänomen wird vom italienischen Institut für Geologie und Vulkanologie überwacht. Das Institut hat eine VONA-Warnung (Volcano Observatory Notice for Aviation) der Farbe Rot herausgegeben - die höchste von vier Alarmstufen für den Flugverkehr.

Intensive Aktivität mit Ascheausstoß beim Ätna
© APA/AFP
Intensive Aktivität mit Ascheausstoß beim Ätna

Das vulkanische Tremor-Niveau, ein Messwert für die Energie des aufsteigenden Magmas im Vulkan, liegt derzeit im mittleren bis niedrigen Bereich. Die derzeitige Eruptionsphase des Ätna hatte Auswirkungen auf den Betrieb des internationalen Flughafens "Vincenzo Bellini" in Catania. So durften am Donnerstag lediglich fünf Maschinen pro Stunde landen, was zu erheblichen Problemen im Flugbetrieb des größten sizilianischen Airports führte.

Wegen der anhaltenden vulkanischen Aktivität des Ätnas war es im August zu einer längeren Unterbrechung des Flugverkehrs am Flughafen von Catania gekommen. Dies hatte tagelang für erhebliche Probleme für die Passagiere gesorgt. Auch Mitte September musste der Flughafen wegen des Ätna-Ausbruchs zwei Tage lang geschlossen bleiben.

Derweil nimmt die politische Debatte über die Anfälligkeit des Flughafens Catania zu. Zivilschutzminister Nello Musumeci sagte kürzlich mit Blick auf die wiederkehrenden Probleme durch Vulkanasche: "Nicht der Ätna ist am falschen Ort, sondern der Flughafen." Als früherer Präsident der Provinz Catania habe er bereits eine mögliche Verlagerung des Flughafens zwischen den Städten Catania und Enna vorgeschlagen.