Millionenkonkurs eines Solaranlagen-Bauers in Klagenfurt
Mit Verbindlichkeiten von 2,2 Millionen Euro muss die MSG MySolar GmbH Insolvenz anmelden. Der Betrieb soll geschlossen werden.

Mit Verbindlichkeiten von 2,2 Millionen Euro musste die MSG MySolar GmbH aus Klagenfurt – sie plant und errichtet thermische Solaranlagen – am Donnerstag Insolvenz anmelden. 75 Gläubiger und sechs Dienstnehmer sind betroffen. Der Betrieb soll laut AKV, KSV1870 und Creditreform nicht fortgeführt werden, einen Sanierungsplan hat MSG MySolar nicht.
Diverse wirtschaftliche Probleme hatten sich angehäuft: Solarthermie wird zunehmend durch Photovoltaik ersetzt und auch der Photovoltaik-Markt ist in einer Konsolidierungsphase. Interessenten warten zu bzw. warten auf neue Förderungen. Sie verschieben ihre Kaufentscheidung. Chinesische Anbieter haben mit kostengünstigen Modulen einen erheblichen Wettbewerbsdruck ausgelöst. Die Aktiva gibt MSG MySolar mit 1,2 Millionen Euro an, sodass eine Überschuldung von einer Million Euro gegeben ist.
Nach der kurzen Geschäftsführerperiode der beiden Geschäftsführer Schnabl und Puschitz versuchte der neue Geschäftsführer Stefan Gubi eine Neuausrichtung durch Kapitalzuschüsse von Gesellschafterseite vorzunehmen. Da keine Zahlungsbereitschaft von Gesellschafterseite gegeben war, musste sich MSG nun die Zahlungsunfähigkeit eingestehen.