Suche
Kleine Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen.

Deshalb heulen in Osttirol demnächst die Sirenen

Am 3. Oktober werden im Rahmen des Zivilschutztages Sirenen und der AT-Alert getestet. Ziel ist es, die Bevölkerung auf den Ernstfall vorzubereiten.

Eine Frau hält ein Telefon in ihrer Hand
© Willfried Gredler-Oxenbauer
Der AT-Alert wird an alle Smartphones versendet

Wenn im ganzen Land am ersten Samstag im Oktober zugleich die Sirenen heulen und Handys vibrieren, ist wieder Zivilschutztag. Am Samstag, dem 3. Oktober, werden wieder bundesweit die Zivilschutzsirenen und der AT-Alert getestet. Erstmals werden auch Fahrplananzeigen und digitale Werbetafeln mit den Testwarnungen bespielt. Zugleich dient der Tag vor allem auch dazu, die Bevölkerung über die Bedeutung der Sirenensignale und des AT-Alert zu informieren und für die Wichtigkeit des Zivilschutzes zu sensibilisieren. 

„Zivilschutz geht uns alle an. Nicht nur Einsatzkräfte und Behörden müssen im Ernstfall wissen, was zu tun ist. Auch jede und jeder Einzelne ist in diesem Moment gefordert. Das ist kein Alarmismus, sondern notwendige Vorsorge. Denn im Ernstfall zählt jede Sekunde – für Vorbereitungen ist dann keine Zeit mehr. Wer Warnsignale kennt und weiß, was im Ernstfall zu tun ist, schützt sich und andere“, ruft Sicherheitsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler dazu auf, den Zivilschutztag als Sicherheitscheck für sich selbst und den eigenen Haushalt zu nutzen.

119 Zivilschutzsirenen in Lienz

Der Zivilschutztag ist zudem ein wichtiger Testtag, um zu überprüfen, ob die technischen Warnmöglichkeiten flächendeckend funktionstüchtig sind. Dank der 1025 Zivilschutzsirenen kann in Tirol bei einem Zivilschutzalarm flächendeckend gewarnt werden. Rund die Hälfte der Tiroler Sirenen sind außerdem an eine Notstromversorgung angeschlossen. Sie funktionieren also auch bei einem großflächigen Stromausfall. Im Bezirk Lienz gibt es 119 solcher Sirenen – also sollte man sich auch in Osttirol auf den Tesstag vorbereiten.

Neben den Zivilschutzsirenen erhalten Betroffene im Ernstfall mittels AT-Alert eine Warnung direkt auf das Mobiltelefon. Über den AT-Alert können sowohl Einheimische als auch Gäste erreicht werden. Zusätzlich erhalten Betroffene über AT-Alert erste Handlungsempfehlungen.

Ablauf am Zivilschutztag

Zivilschutzsirenen: Samstag, 3. Oktober, von 12 bis 12.45 Uhr.
Es werden alle 1025 Zivilschutzsirenen getestet.
Zu hören sind vier Signale: „Sirenenprobe“, „Warnung“, „Alarm“ und „Entwarnung“. 

AT-Alert: Parallel zu den Sirenen eine zweifache Auslösung von dem AT-Alert zwischen 11.45 und 13.15 Uhr auf allen empfangsbereiten Mobiltelefonen. Die Warnstufe ist bei allen Smartphones automatisch aktiviert und kann nicht deaktiviert werden.