Kopfhörer auf, Laufschuhe an: Das war der erste Silent Disco Run Leibnitz
Mit Beats von DJ Robert Hitch ging es für rund 60 Läufer gemeinsam durch Tillmitsch. Der erste südsteirische Silent Disco Run vereinte Sport mit Party.

Das Sportgewand sitzt, die Laufschuhe sind bereits geschnürt – was noch fehlt, ist die Musik. „Wenn ‚Don‘t Stop Me Now‘ von Queen spielt, bin ich sicher nochmal ein bisschen schneller“, sagt Julia Taibinger aus Leibnitz. Die passende Laufplaylist wählt sie diesmal jedoch nicht selbst, sondern der DJ.
Zum ersten Mal wurde zum Silent Disco Run im Bezirk Leibnitz geladen. Rund 60 Läuferinnen und Läufer bestreiten gemeinsam eine sieben Kilometer lange Strecke. Start ist der Ankerpunkt in Tillmitsch. Das Besondere: Kopfhörer mit der passenden Musik werden von Silent Disco Austria zur Verfügung gestellt. DJ Robert Hitch begleitet die Laufgruppe am Bollerwagen und sorgt für motivierende Beats.

Für Julia Taibinger ist das Format nicht ganz neu. „Ich war letztens schon auf einer Silent Disco, das hat mir gefallen. Dann wollte ich das auch einmal beim Laufen ausprobieren“, erzählt sie. Für das Sportevent ist ihre Freundin Lisa Feiertag extra aus Sankt Radegund gekommen. Sie freut sich auf die Herausforderung: „Am besten ist das Gefühl danach – dann hat man den inneren Schweinehund besiegt“, schmunzelt Lisa.
Organisiert wird das Event von Antenne Steiermark und der Silent Disco Austria. Antenne-Moderator Leon Glehr läuft selbst mit – und soll nebenbei für anspornende Worte sorgen. Bevor es auf die Strecke geht, wärmt die 60-köpfige Gruppe noch gemeinsam auf. Hampelmänner und Kniebeugen stehen am Programm.
Gemeinsam läuft es sich besser
Die Predinger Laufgruppe mit Elena Gurt, Julia Stroisnik, Lucas Fink und Julian Herzog steht ebenfalls gespannt in den Startlöchern. „Ich freue mich am meisten darauf, dass man in Gemeinschaft läuft“, sagt Julia Stroisnik. Trotz vorerst grauem Himmel ist der Eifer groß – Lucas Fink sieht es pragmatisch: „Man braucht sowieso keine Motivation, um Sport zu machen – sondern Disziplin.“

Kurz vor 18 Uhr erklingen die ersten Beats aus den Kopfhörern und die Laufgruppe setzt sich in Bewegung. Für Anita Stradner und ihre Tochter Emilie vom Running Club Leibnitz ist der Lauf gleichzeitig Training. Am Sonntag geht es für einen Marathon nach Kärnten. „In der Gruppe laufen, ist vor allem bei langen Strecken immer besser“, sagt Anita.
Bekannte Hits und Tanzlaune
Pink, ABBA oder die Village People – DJ Robert Hitch hat die Playlist auf den Lauf abgestimmt. „Die Läufer sollen die Songs kennen und mitsingen oder mittanzen können.“ Und es funktioniert: Beim Refrain von „YMCA“ heben die Läufer die Arme und bewegen sich zur Musik.
Nach der Hälfte der Strecke wartet die erste Labestation, mittlerweile ist die Sonne herausgekommen. Roland Malle, ebenfalls Mitglied des Running Club Leibnitz, zieht erste Bilanz: „Es war mal was anderes, sonst laufe ich nicht mit Musik – es hat mir sehr gefallen, das ganze Mal auszuprobieren.“

Wieder am Aldriansee angekommen, ist die Stimmung unter den Läufern noch immer bestens. Immerhin wartet bereits die nächste Belohnung: Pizza für die sportlichen Teilnehmer. Der Abend ist damit auch noch nicht vorbei. Im Ankerpunkt wird weitergetanzt – und aus dem Lauf wird schließlich die gemeinsame After-Work-Party.