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Provost: „Europa ist außerhalb von Europa nicht wettbewerbsfähig“

Renault-Group-Chef Francois Provost über Fake-Hybride, unsinnige EU-Regulative und die Eigenständigkeit von Renault.

Renault-Chef Francois Provost über die EU-Vorgaben: „Wir müssen diese übermäßige Regulationswut vermeiden und zehn Jahre alle Regulative einfrieren.“
© KLZ / Sarah Aubel
Renault-Chef Francois Provost über die EU-Vorgaben: „Wir müssen diese übermäßige Regulationswut vermeiden und zehn Jahre alle Regulative einfrieren.“
Didi Hubmann
Wirtschaft, Mobilität, Gesundheit

Francois Provost ist kein Mann, der zaudert, beschönigt oder Klartext vermeidet. Seit er die Renault Group führt, hat Provost ein stringentes Bild von sich gezeichnet. In einer Gesprächsrunde bezieht er klar Stellung. Zum Beispiel zu …

… der Eigenständigkeit von Renault: „Renault ist und bleibt ein freies Einzelunternehmen, aber wir mögen Partnerschaften. Und das auf zwei Wegen: In Europa verwenden wir unsere Technologie, außerhalb von Europa sind wir flexibler, auch was Plattformen betrifft.“

… die Kostenwahrheiten: „Europa ist außerhalb von Europa nicht wettbewerbsfähig. Wir kämpfen um die Kosten. In Brasilien ist die Zusammenarbeit mit Geely eine Win-Win-Situation für alle. Wir werden schneller, wir beschleunigen die Elektrifizierung, und ja, wir sind hier spät dran – aber wir mussten zuerst Europa in Ordnung bringen.“

… die neuen EU-Regulative: „Wir müssen diese übermäßige Regulationswut vermeiden und zehn Jahre alle Regulative einfrieren. Europa ist zu einer Welt geworden, die sich selbst mit Regulativen glücklich machen will. Das funktioniert aber nicht, das macht die Autos nur teurer.“

… Hybride. „Ein Mild-Hybrid ist ein Fake, wir werden das nicht weiter entwickeln, sondern uns auf Vollhybride und Hybridsysteme konzentrieren.“