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Historisches Schriftstück zum Kärntner Abwehrkampf übergeben

Das Dokument zur Kärntner Volksabstimmung von 1920 wurde an Arno Manner, ehemaligen Militärkommandanten der Steiermark, übergeben.

Zu sehen sind eine Dame und zwei Männer, die ein Dokument in den Händen halten
© KK/Privat
Elfriede und Arno Manner mit Bürgermeister Josef Müller

Rechtzeitig vor dem 10. Oktober, dem Gedenktag an die Kärntner Volksabstimmung, überreichte der Griffner Bürgermeister Josef Müller (ÖVP) in Völkermarkt dem ehemaligen Militärkommandanten der Steiermark, Arno Manner, ein besonderes Erinnerungsstück: eine Abschrift der historischen „Griffner Entschließung“ mit dem Titel „Volkes Stimme – Gottesstimme“ vom 27. Jänner 1919.

Das Dokument erinnert an Arno Manners Großvater, Anton Manner (1859–1930). Er war als Forst- und Güterdirektor im Griffner Forstamt für seinen Dienstherrn, Freiherrn von Helldorff, tätig und stand von 1913 bis 1921 als Bürgermeister an der Spitze der Marktgemeinde Griffen. Seine Amtszeit fiel in eine besonders bewegte Epoche – in die Jahre des Ersten Weltkriegs, des Kärntner Abwehrkampfes und schließlich der Volksabstimmung.

Der Wille der Bevölkerung

Besondere Bedeutung erlangte Manner im Kärntner Abwehrkampf durch die „Griffner Entschließung“, die im Jänner 1919 der in Griffen weilenden amerikanischen Mission unter Oberstleutnant Mils übergeben wurde. Nach den überlieferten Berichten verfasste Bürgermeister Manner das Schriftstück selbst. Darin wurde der feste Wille der Griffner Bevölkerung zum Ausdruck gebracht, an Kärnten festzuhalten.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Anton Manner, Bürgermeister von Griffen, und Taferner, Bürgermeister von Pustritz. Mit der Übergabe der Abschrift wollte Bürgermeister Josef Müller nicht nur an dieses bedeutende Dokument erinnern, sondern zugleich das Wirken von Anton Manner würdigen. Für Arno Manner war die Begegnung mit dem Griffner Bürgermeister Müller bewegend. Er zeigte sich gerührt darüber, dass sein Großvater auch mehr als 100 Jahre später nicht vergessen ist und bedankte sich für das historische Dokument.